Zinklegierungen

Metallurgy
Zink und Zinklegierungen für Gussanwendungen sind in der DIN EN 1774 (EN 1774) als Ausgangsmaterialien in Form von Blöcken genormt. Die Legierungen enthalten die Legierungelemente AL, Mg, Cu, Cr und Ti. Basis der Legierungen ist Primärzink der Sorte Z1 nach EN 1774 und Zulegieren geeigneter Legierungelemente und/oder identifizierbarem Entfallschrott aus dem Gießprozess (Angüsse, Gießläufe, Ausschuss-Gussstücke). Wichtigstes Legierungselement ist Aluminium (Zustandsdiagramm des Systems Zn-Al), wodurch der Lösungsangriff auf Eisen- und Stahlteile (beispielsweise bei Druckguss) entscheidend vermindert wird. Kupfer wird nur zur Steigerung von Festigkeit und Härte zugesetzt. Der Werkstoff zeichnet sich durch gute Gießeigenschaften, ausgezeichnetes Fließverhalten (Dünnwandgießen), engste Toleranzen des Rohgusses, elektrische und elektromagnetische Abschirmung aus. Er eignet sich ausgezeichnet für die Oberflächenveredelung. Folgende mechanischen Werkstoffkennwerte können erreicht werden: Beispiel Legierung ZP0410: Zugfestigkeit 300–340 MPa, Dehngrenze (0,2 %) 290–330 MPa, E-Modul 85 GPa.

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