100 Jahre DGM: Festveranstaltung in Berlin

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Deutliche Worte, Klimawandel und Glückwünsche von einem saarländischen Astronauten: Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde (DGM) feierte am 27. November 2019 ihr 100-jähriges Bestehen in Berlin.

Als sich die Festgesellschaft im Axica Kongress- und Tagungszentrum − gleich neben dem Brandenburger Tor − traf, war die DGM auf den Tag genau vor 100 Jahren gegründet worden. DGM-Präsident Frank Mücklich nahm dies zum Anlass, Errungenschaften einiger DGM-Mitglieder vorzustellen, darunter Hochentropie-Legierungen, ultraleichtes Magnesium oder Spinnwebenproteine, die zu stabilen Fasern verarbeitet werden. Er hielt fest: „Materialforschung macht disruptive Innovatinen erst möglich.“

Unter den Festrednern waren unter anderem Volker Kefer, Präsident des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), Ulrich Panne, Präsident der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und der saarländische Astronaut Matthias Maurer. Staatssekretär Christian Hirte (CDU) kam als Vertretung für Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), der eigentlich als Festredner angekündigt war. Deutliche Worte an die Adresse des Bundeswirtschaftsministeriums fand VDI-Präsident Volker Kefer: Die politische Diskussion, dass der Diesel schlechter sei als Benziner, sei „schlichtweg Nonsense“ gewesen, sagte er und appellierte an das Fachpublikum: „Leute mit fachlicher Fundierung müssen aufstehen und sagen, was richtig und falsch ist − ohne politische Orientierung, sondern auf der Grundlage wissenschaftlicher Fakten.“ Sichtlich beeindruckt war das Publikum von dem Vortrag von Reinhard Hüttl, Leiter des Geoforschungszentrums Potsdam und Vizepräsident von acatech. Er skizzierte, welche dramatischen Folgen der Klimawandel hat und was das für den Rohstoffbedarf bedeutet.