Anwender gesucht: Laser-Strahlschmelzen von Kupfer mittels grünem Laser

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Das Fraunhofer Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik (IGCV) sucht für eine Arbeitsgemeinschaft Projektpartner mit technischen Anwendungsbeispielen aus Kupfer und Kupferlegierungen.

Laser-Strahlschmelzen (LPBF) von Kupfer und seinen Legierungen ermöglicht die Fertigung von komplexen Komponenten für unterschiedliche Anwendungsbereiche. Der Werkstoff lässt sich aber aufgrund seiner hohen Reflektivität im Infrarotbereich nur bedingt mit Standard-LPBF-Anlagen verarbeiten. Das Projektkonsortium untersucht daher die Prozesskette beim LPBF von Kupfer und Kupferlegierungen mittels grünem Laser – in Bezug auf entsprechende Anwender, die sich beteiligen möchten.

Umsetzung konkreter Anwendungsfälle
Anhand der jeweiligen Produktanforderungen werden relevante Einflussfaktoren entlang der Prozesskette beim LPBF mit grünem Laser identifiziert und im Laufe des Projekts systematisch untersucht. Das Fraunhofer IGCV betreibt dazu eines der größten Forschungszentren der additiven Fertigung Deutschlands. Die Materialexperten Schmelzmetall und Heraeus stimmen die Pulverwerkstoffe speziell für das Herstellungsverfahren ab und liefern die auf den Anwendungsfall zugeschnittene Pulverwerkstoffe. Die Bauteilfertigung findet auf zwei TruPrint 1000 LPBF-Anlagen, ausgestattet mit einem TruDisk Scheibenlaser (Wellenlänge 515 nm) der Firma Trumpf statt. Die Firma toolcraft ermöglicht dabei die qualitätsgesicherte Herstellung der Anwendungsfälle im industriellen Maßstab.

Anwender, die sich bewerben möchten, sollten folgende Voraussetzungen mitbringen: 

  • Konkrete technische Anwendungsbeispiele aus Kupfer oder Kupferlegierungen, die im Rahmen des Projektkonsortiums (nicht öffentlich) untersucht werden können.
  • Prüfstände zur Untersuchung und Bewertung der Bauteilperformance unter möglichst realen Bedingungen.
  • Beitrag zum Forschungsaufwand des Konsortiums

Ansprechpartner beim IGCV ist Max Horn. Er ist unter der Telefonnummer 0821 90678-187 oder der E-Mail-Adresse max.horn@igcv.fraunhofer.de erreichbar. Mehr Informationen dazu gibt es hier: www.igcv.fraunhofer.de