BMW verlagert Bau von Verbrennungsmotoren ins Ausland

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Der Automobilhersteller BMW konzentriert sich künftig in Deutschland auf Elektromotoren. Die Fertigung der Verbrennungsmotoren wird bis 2024 nach Österreich und Großbritannien verlegt.

BMW rüstet sich für eine neue Ära an: Der Automobilhersteller stärkt die Produktion von Elektroautos. Im Stammwerk München investiert BMW 400 Millionen Euro in eine neue Fahrzeugmontage, die 2026 in Betrieb gehen soll. Die Fertigung von Verbrennungsmotoren soll schrittweise bis 2024 ins österreichische Steyr und ins britische Hams Hall. 

„Wir entwickeln das Werk München kontinuierlich weiter in Richtung Elektromobilität und schaffen dafür effiziente und wettbewerbsfähige Produktionsstrukturen“, erklärt Milan Nedeljković, Mitglied des Vorstands der BMW AG für Produktion. „Diese Entscheidung ist ein starkes Bekenntnis zum Standort München.“

In München sind 1.000 Mitarbeiter im Motorenbau von der Umstrukturierung betroffen. Diesen würden andere Arbeitsplätze im Werk München oder anderen bayrischen Standorten angeboten, sagt Milan Nedeljković, Mitglied des Vorstands der BMW AG für Produktion. Im Kompetenzzentrum E-Antriebsproduktion in Dingolfing soll das Personal von derzeit 1.000 auf bis zu 2.000 Mitarbeiter aufgestockt werden. Seit 2009 bildeten sich mehr als 50.000 Menschen bei der BMW Group für die Elektromobilität weiter.

Mindestens ein vollelektrisches Fahrzeug in jedem deutschen Werk
„Wir setzen unsere Elektrifizierungsstrategie konsequent um. Bis Ende 2022 wird jedes unserer deutschen Werke mindestens ein vollelektrisches Fahrzeug produzieren“, sagt Milan Nedeljković, Mitglied des Vorstands der BMW AG für Produktion. An den Standorten Leipzig und Regensburg werden derzeit Produktionsanlagen für Batteriemodule und Hochvoltbatterien zur Produktion ab 2021 aufgebaut. Parallel dazu erhöht das Unternehmen im Werk Steyr die Produktionskapazität für E-Antriebsgehäuse.

BMW hat seine Werke so umgebaut, dass die Mitarbeiter Verbrenner-, Hybrid- und Elektroautos auf demselben Band produzieren können, sodass das Unternehmen flexibel auf eine volatile Nachfrage reagieren kann.

Ab dem kommenden Jahr laufen der BMW i4 in München und der BMW iX* in Dingolfing von den Bändern. Zudem stehen die vollelektrischen Varianten des neuen BMW 7er und des zukünftigen BMW 5er in Dingolfing in den Startlöchern. 2022 startet im Werk Regensburg die Produktion des neuen BMW X1, der sowohl als Verbrenner als auch mit vollelektrischem Antrieb angeboten wird. Ab 2023 produziert das BMW Group Werk Leipzig, in dem bereits seit 2013 das Elektroauto BMW i3* gefertigt wird, den Nachfolger des MINI Countryman als Verbrenner und vollelektrische Variante.