Corona und Energieversorgung – was Sie jetzt beachten sollten

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COVID-19
Energie, Umwelt, Betriebssicherheit
Die Covid-19-Pandemie bringt auch Folgen für das energiewirtschaftliche Management. Einen Frage-Antwort-Katalog zu den wichtigsten Themen hat eine unabhängiges Energie-Beratungsunternehmen erstellt.

Die unabhängige Kehler Energie Beratung Energie Consulting (ECG) gibt Handlungsempfehlungen für die wichtigsten Fragen zur Energiewirtschaft, mit denen Unternehmen im Zusammenhang mit der Covid19-Krise konfrontiert sind. Dazu gehören:
•    Produktionsrückgang und Energiekosten 
•    Anträge zur Begrenzung der EEG-Umlage (besondere Ausgleichsregelung) 
•    Audits 
•    Fristen für Emissionshandel und Strompreiskompensationen
•    Energiebeschaffung

Der Fragenkatalog kann unter www.energie-consulting.com/corona abgerufen werden. Er wird ständig ergänzt und aktualisiert. Zudem können Nutzer auch ihre eigenen Fragen stellen.
Dr. Wolfgang Hahn, Geschäftsführer der ECG erläutert einen klassischen Stolperstein, der dazu führt, dass die Energiekosten auch bei weniger Verbrauch nicht deutlich sinken: „Wir müssen bei Neukunden leider immer wieder feststellen, dass in vielen Verträgen Mengenbeschränkungen vereinbart sind: Bei einem Minderverbrauch, der einen festgelegten Flexibilitätsrahmen unterschreitet, kann der Energieversorger erhebliche Ausfallgebühren verlangen. Letztlich könnten aufgrund der aktuell stark sinkenden Strompreise die Kosten sogar ähnlich hoch sein, wie wenn man den Strom genutzt hätte.“ Wenn ein Unternehmen also statt der vertraglich geregelten 10 Mio. kWh Strom im Jahr nur noch die Hälfte verbraucht, könnte der Schaden mehr als 100.000 Euro betragen – ohne dass dem entsprechende Produktionserlöse gegenüberstehen.

„Wir raten daher dringend dazu, umgehend die Energielieferverträge zu prüfen und gegebenenfalls auf die Versorger zuzugehen, um gemeinsam eine vorteilhaftere Lösung auszuloten“, sagt Hahn. Empfohlen werde auch davon abgesehen, die Energieversorger darüber zu informieren, dass sich der Verbrauch reduziert.

Hinsichtlich des Emissionshandels und einer Strompreiskompensation sowie der Anträge zur Begrenzung der EEG-Umlage – insbesondere in Bezug auf die Ausgleichsregelung – soll es von Behördenseite Zugeständnisse geben. Im EEG-Fragenkatalog können Interessierte nachlesen, unter welchen Bedingungen Ausnahmen gelten, falls Fristen und Auflagen aufgrund der Corona-Krise nicht eingehalten werden können.

Auch für Audits gibt es Lösungen der Zertifizierer und des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Beispielsweise kann mit dem Zertifizierer besprochen werden, ob auf Vor-Ort-Begehungen verzichtet werden oder das Audit verschoben werden kann. Das BAFA wird während der Krise keine Kontrollen durchführen und Zeitverzögerungen berücksichtigen.
www.energie-consulting.com/corona