Digitalisierung kann Hälfte des deutschen Klimaziels 2030 erreichen

Umwelttechnik
News
Energie, Umwelt, Betriebssicherheit
Digitale Technologien können zum Erreichen der Hälfte des deutschen Klimaziels bis 2030 beitragen: Der Digitalverband Bitkom veröffentlich Ergebnisse einer Studie zu den Klimaeffekten der Digitalisierung.

Um bis zu 151 Megatonnen CO2 kann die Digitalisierung die Emissionen in Deutschland verringern und damit die Hälfte des Klimaziels für das Jahr 2030 erreichen. Das entspricht rund einem Fünftel der aktuellen CO2-Emissionen. Die größten Effekte gibt es in der industriellen Fertigung, der Mobilität und im Energiesektor. Berücksichtigt man die CO2-Emissionen digitaler Geräte und Infrastrukturen liegt die CO2-Einsparung bei 129 Megatonnen netto.

„Auch mit Blick auf den Klimawandel ist ein beschleunigter Umbau unserer Wirtschaft hin zu einer digitalen Ökonomie das Gebot der Stunde“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Umwelt- und Digitalisierungsexperten von Accenture haben die Studie für die Bitkom durchgeführt. Dabei haben sie sieben Anwendungsbereiche besonders unter die Lupe genommen: die industrielle Fertigung, Mobilität, Energie, Gebäude, Arbeit und Business, Landwirtschaft und Gesundheit. Der Wert von 151 Megatonnen CO2-Einsparung ist allerdings nur mit einer beschleunigten und gezielten Digitalisierung erreichbar, so die Bitkom.

Die industrielle Fertigung weist das größte Einsparpotenzial der untersuchten Bereiche aus. Bis zu 61 Megatonnen CO2 könnten hier reduziert werden. Eine besonders große Rolle spielt dabei die Automatisierung der Produktion, die Anlagen, Werkstücke und Bauteile miteinander vernetzt. Dabei laufen die Prozesse unter einem möglichst geringem Material- und Energieaufwand. Auch der „Digitale Zwilling“ bringt deutliche CO2-Einsparungen.

www.bitkom.org