Doppelte Ehre für Materialforscher der Ruhr Universität Bochum

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Gleich zwei der diesjährigen Preise der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM) gehen nach Bochum: Die höchste Auszeichnung der DGM, die Heyn-Denkmünze ging an Prof. Dr. Michael Pohl und Prof. Dr. Gunther Eggeler wurde als DGM-Pionier geehrt.

Die Auszeichnung der Preisträger fand im Rahmen der Jahrestagung der DGM statt, die diesmal aufgrund der Corona-Pandemie rein virtuell war.

Die Heyn-Denkmünze, die Gunther Eggeler erhalten hat, ist nach dem ersten DGM-Vorsitzenden Emil Heyn benannt und wird für Leistungen in der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik verliehen, mit denen wesentliche wissenschaftliche, praktische oder wirtschaftliche Fortschritte erzielt werden können. Eggeler erhält den Preis für seine Forschungsarbeiten zu Formgedächtnis- und Hochtemperaturlegierungen sowie für seinen Einsatz für die Material- und Werkstoffforschung in Deutschland.

Michael Pohl ist DGM-Pionier. Der Preis würdigt seine Leistungen beim Ausbau des DGM-Expertennetzwerks in den Fachausschüssen und Arbeitskreisen sowie seine Förderung einer nachhaltigen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie. Bei Pohls Auszeichnung wird besonders seine Rolle bei der Zusammenführung des Metallographie-Ausschusses der Kammer der Technik der ehemaligen DDR mit dem Fachausschuss Metallographie der DGM hervorgehoben. Auch sein Engagement für die außeruniversitäre Lehre der werkstofftechnischen Bauteilschadenskunde war ausschlaggebend.

An der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist die Freude über die doppelte Auszeichnung groß. „Dass die DGM gleich zwei ihrer begehrten Preise in einem Jahr an Forscher eines Standorts vergibt, ist eine ganz besondere Auszeichnung und Ehre für die RUB“, sagt Prof. Dr. Alexander Hartmaier, Direktor des Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation. „Zugleich bestärkt es uns, gerade mit solch hochrangigen Forschern in unseren Reihen, unseren international sichtbaren Forschungsschwerpunkt mit einem neuen Bachelorstudiengang Materialwissenschaft in Zukunft noch weiter auszubauen.“
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