Druckluft aus dem Container

Wärmebedarf im Formenbau um 30 Prozent gesenkt

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Das hessische Unternehmen Heck + Becker aus Dautphetal fertigt Druckgussformen für die Automobilindustrie und ihre Zulieferer. Um im weltweiten Wettbewerb noch besser aufgestellt zu sein, entschied das Unternehmen vor einigen Jahren, alle Energieverbraucher auf Wirtschaftlichkeit und Effizienz zu überprüfen. Die betriebliche und energetische Gesamtsituation ließ der Formenbauer von einem Energieberater umfassend analysieren. Unter anderem wurde die vorhandene Druckluftversorgung genau unter die Lupe genommen. In der Vergangenheit wurde die Druckluft von vier ansauggeregelten Kompressoren dezentral in den unterschiedlichen Fertigungsbereichen erzeugt. „Wir setzten uns zum Ziel, eine zentrale Druckluftstation zu errichten, die das komplette Werk effizient versorgt“, erklärt Martin Baumann, Geschäftsführender Gesellschafter von Heck + Becker. Als Partner für das Projekt wurde der Atlas-Copco-Vertragshändler Gross ausgewählt. Nach Analyse der der Druckluftversorgung erstellte Gross ein auf Effizienz und Platzersparnis getrimmtes Konzept. Es sah eine frequenzgeregelte Druckluftstation vor, die in einer von Gross entwickelten „Airbox“ untergebracht wurde. Dahinter verbirgt sich eine mobile Containerlösung zur Versorgung mit Druckluft und Wärme aus dem Verdichtungsprozess. Der Container ist mit zwei Atlas-Copco-Schraubenkompressoren des Typs GA 37 FF sowie einem drehzahlgeregelten GA 55 VSD FF ausgestattet. Bei diesen optional verfügbaren FF-Varianten sind Zusatzgeräte wie Kältetrockner, Druckluftfilter, Kondensatableiter und -trenner sowie die Wärmerückgewinnung bereits im Kompressorgehäuse integriert. Bei der Installation musste Gross nur die passenden Anschlüsse miteinander verbinden, um die Wärmerückgewinnung nutzbar zu machen. Im Zuge der kompletten Werkssanierung hat der Formenbauer zudem Druckluftleckagen beseitigt und dadurch bei gleicher Produktionsmenge den Luftbedarf gesenkt. Die neue Station erzeugt mit drei GA-Kompressoren von Atlas Copco nun immer genau so viel Druckluft, wie die pneumatischen Werkzeuge und Armaturen in der Fertigung gerade benötigen. Der gewünschte Betriebsdruck wird zentral auf etwa 7,5 bar eingestellt. „Früher waren etwa 9 bar notwendig“, weiß Michael Gross, Geschäftsführender Gesellschafter der Gross GmbH. Nur so habe man sicherstellen können, dass die erforderlichen Mindestdrücke bei den verschiedenen Abnehmern nicht unterschritten wurden. Allein durch die Senkung des Druckbandes ist der Energiebedarf der Drucklufterzeugung um etwa 10 % gefallen. Insgesamt konnte Heck + Becker den Bedarf an elektrischer Energie durch die neue Station um bis zu 32 % reduzieren. Darüber hinaus ist der Gesamtwärmebedarf im Bereich Formenbau durch die Rückgewinnung der Verdichtungswärme um 30,6 % gesunken- www.atlascopco.com