Editorial

Exklusiv
GP 09/2014
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, liebe Gießer ! Der Begriff Qualität steht im Mittelpunkt des Handelns jeder Gießerei. Qualität hat „viele Gesichter“ oder anders ausgedrückt– die Qualität des Endproduktes wird im gesamten Entstehungsweg eines Gussteiles beeinflußt bzw. entschieden. Die Qualität eines gegossenen Bauteiles wird im weitesten Sinn anhand seiner mechanischen Eigenschaften sichtbar, z. B. Zugfestigkeit, Streckgrenze und Bruchdehnung. Lesen Sie dazu einen Beitrag im Heft, der sich mit der Wärmebehandlung von Aluminiumgussteilen nach verschiedenen Vergütungstechnologien beschäftigt und die nicht alltägliche Fließbetttechnik beinhaltet. Dass bei der Herstellung von Gussteilen in verlorenen Formen der Formstoff von Formen und Kernen ebenfalls einen wichtigen Einfluss auf die zu erwartende Qualität ausübt, braucht hier nicht festgestellt werden. Es gibt aber eine ganze Reihe von oberflächennahen Gussfehlern, die ihre Ursache in der Zusammensetzung des Formstoffes bzw. in Wechselwirkungen zwischen Formstoff und Metall haben. Der ebenfalls im Heft enthaltene Beitrag zur Ermittlung der Ursachen des Gussfehlers „Weißer Belag“ vermittelt interessante Ansatzpunkte zum Verständnis dieses vorrangig an schweren Eisengussteilen auftretenden Fehlers und gibt Hinweise zu dessen Vermeidung. Das sächsische Industriemuseum in Chemnitz gibt einen anschaulichen Überblick über die reiche industrielle Vergangenheit der Stadt Chemnitz und Sachsens. Unterstützung in seiner Arbeit findet das Museum u. a. im Förderverein Industriemuseum Chemnitz e. V., in dem auch eine Arbeitsgruppe Gießerei arbeitet. Dem Engagement der Mitglieder dieser Gruppe ist es zu verdanken, dass in einer Chemnitzer Eisengießerei ein 100 Jahre alter Kupolofen entdeckt wurde, der die Sammlung des Industriemuseums um ein entscheidendes Stück Gießereigeschichte reicher machen könnte. Ich hoffe daher sehr, dass der ebenfalls im Heft enthaltene Aufruf des Fördervereins mit der Bitte um Unterstützung der Umsetzung des historischen Schmelzaggregates in das Museum auf eine positive Resonanz in der Branche stößt. Viel Spass beim Lesen wünscht Ihnen Hartmut Polzin
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