Editorial

Exklusiv
GP 10/2014
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, liebe Gießer ! Elektromobilität ist eines der Schlüsselwörter, wenn es um Technologien von Morgen geht. Dass sich der seit 100 Jahren im Dienst stehende Verbrennungsmotor nicht so leicht ablösen lässt, zeigt u. a. die verfehlte Planung der Bundesregierung zur Entwicklung der Zulassungszahlen elektrisch angetriebener Fahrzeuge. Es gibt einfach noch zu viele offene Fragen außer beispielsweise denen nach einem dichten Elektrotankstellennetz oder höheren Batteriekapazitäten und damit Reichweiten. Mit diesen und anderen Themen befasste sich auch die Fachtagung Elektromobilität am 14. und 15. September diesen Jahres in Bremen. Die Modellregion Elektromobilität Bremen/Oldenburg trägt sicherlich wegweisend zur Weiterentwicklung in diesem Bereich bei und weckt Hoffnungen. Etwas andere Töne hingegen waren auf dem Pariser Autosalon Anfang Oktober zu hören. Dort schien es so, als sei die Elektroautowelle verrauscht. Die Autobauer setzen aktuell verstärkt auf Hybridantriebe und wehren sich gegen schärfere Auflagen aus Brüssel für die CO2-Flottenverbräuche über das Jahr 2020 hinaus. Eine solche Hybrid-Variante ist die Kombination von elektrischem und Gasantrieb. Das Elektroauto kommt mit Sicherheit, aber offenbar deutlich langsamer als geplant bzw. von der Politik gewünscht. Bleibt also zu hoffen, dass die Wirtschaftlichkeit der Automobilbauer und damit auch der Erfolg ihrer Zulieferer als Argument für den Standort Deutschland auch morgen noch gilt. Das verschafft nicht nur den Gießereien die benötigte Zeit, um sich auf veränderte Situationen in der Fertigungslandschaft einzustellen. Viel Spaß beim Lesen dieser GIESSEREI-PRAXIS wünscht Ihnen Hartmut Polzin
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