Editorial

GIESSEREI PRAXIS 12/2019

Liebe Leserinnen und Leser,
auweia, wie peinlich: Bei der Vorstellung des neuen Cybertrucks von Tesla sollte ein spektakulärer Test zeigen, wie robust die gepanzerten Scheiben sind und der geht spektakulär schief. Tesla- Chefdesigner Franz von Holzhausen wirft eine faustgroße Metallkugel auf die Fensterscheiben des Elektro-Pick-Ups und sie zerbersten – sogar zweimal. Tesla-Chef Elon Musk wirkt auf der Bühne allerdings einigermaßen lässig. Offenbar zu Recht: Es sind mittlerweile mehr als 200.000 Vorbestellungen für den Cybertruck bei Tesla eingegangen. Die Kunden scheint die Panne nicht zu vergrätzen.

Vielleicht auch, weil das Unternehmen eine Arbeitsphilosophie pflegt, die sich „agiles Arbeiten“ nennt. Projekte werden in kurze Intervalle unterteilt und immer wieder – agil – angepasst. Diese Arbeitsweise schauen sich auch deutsche Automobilhersteller neugierig an, zum Beispiel Volkswagen, wie Ralph Sundermeier, Leiter CAE-Methodenentwicklung bei VW, auf den ESI-Forum erklärte. Warum und was das genau bedeutet, können Sie auf Seite 53 nachlesen.

In Bewegung gerät jetzt passenderweise auch die IAA, die künftig eine „Mobilitätsplattform“ sein soll. Das heißt, sie spielt sich nicht nur in den Messehallen ab, sondern geht in die Städte hinein, kündigt VDA-Präsident Bernhard Mattes an. Dort soll es beispielsweise Teststrecken für Probefahrten und Parcours geben.

Gleich zu Beginn des neuen Jahres bewegt sich auch das Team der Giesserei Praxis: Nicht auf Parcours, sondern auf der Euroguss vom 14. bis 16. Januar 2020 und wir freuen uns, wenn Sie uns an unserem Stand (Halle 7, Stand 533) besuchen und uns erzählen, was Sie umtreibt.

Aber erst einmal wünsche ich Ihnen, liebe Leser, eine entschleunigte Weihnachtszeit im Kreise Ihrer Lieben und einen agilen Start mit neuen Projekten und Ideen in das kommende Jahr 2020. Eines kann ich Ihnen versprechen: Langweilig wird es nicht.

Ihre
Anne Meyer-Gatermann
Redaktionsleitung GIESSEREI-PRAXIS

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