Editorial

GIESSEREI PRAXIS 04/2020

Liebe Leserinnen und Leser,
mehr als vier Wochen lang drosselt die Covid-19-Pandemie schon die Produktivität des Landes. Drumherum brauen sich Mechanismen zusammen, deren Konsequenzen wir nur erahnen können. Aber das Gute ist: Wir alle sind gemeinsam darin. Jeder versucht jetzt, Wege zu finden und vielleicht kann man von den anderen etwas lernen, auf das man selbst noch nicht gekommen ist.
Wer bislang beim Einsatz von Digitalisierung zögerte, dürfte von den Vorteilen unter diesen verschärften Bedingungen jetzt doch überzeugt sein. Aber klar, die Möglichkeiten sind in der jetzigen Lage begrenzt: Während andere Branchen auf das Homeoffice ausweichen können, trifft der Lockdown die Gießereien deutlich härter.
Mit ihnen auch die Abnehmer: Durch die Corona-Pandemie sind weltweit sämtliche Automobilmärkte eingebrochen. Laut dem Verband der Automobilindustrie hat sich der Absatz von Pkw in China, Europa und Indien im Monat März jeweils halbiert. In Italien ist der Absatz sogar um 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat eingebrochen.
Was kann man also tun? Was braucht der Markt? Wer einen 3D-Drucker besitzt, kann womöglich damit Schutzausrüstungen drucken. Die Uni Freiburg und das Unternehmen Stratasys suchen beispielsweise Helfer bei der Produktion und stellen Anleitung dafür kostenlos zur Verfügung. Lesen Sie dazu mehr auf S. 6.
Doch bei aller Sorge, um die wirtschaftliche Zukunft, zeigt uns die Situation auch, welche Kreise die Globalisierung zieht und was wirklich wichtig ist: Dass wir gesund bleiben und füreinander da sind. Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Freude bei Stöbern in dieser Ausgabe.

Ihre
Anne Meyer-Gatermann
Redaktionsleitung GIESSEREI PRAXIS

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