Eisen in Sachsen – Teil 1

Industriemuseum Chemnitz

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GP 07-08/2015
Auszüge aus dem Vortrag „Streifzug durch die Geschichte der Eisenherstellung und des Eisenkunstgusses“ zum Gießereitreffen am 29.6.2014 des Fördervereins Industriemuseum Chemnitz e. V.Eisenwerkstoffe, ob Stahl, Stahlformguss oder Gusseisen, sind in ihren Anwendungen allgegenwärtig, werden als selbstverständlich hingenommen und stehen in heutiger Zeit selten im öffentlichen Interesse. Neue Technologien begeistern, z. B. können Gießereimodelle und Gussformen gedruckt werden. Aber nach wie vor wird ein metallischer Werkstoff in die Form gegossen. Das Gießen und Schmieden von Metallen gehört zweifellos zu den ältesten Handwerkstechniken der Menschheit. Zwei vorgeschichtliche Epochen wurden nach Metallen benannt, die Bronzezeit im Zeitraum 2000 bis 800 v. Chr. und in die Eisenzeit, die in Mitteleuropa im 8. Jahrhundert v. Chr. beginnt.
In der Bronzezeit, insbesondere im Zeitraum des griechisch-römischen Altertums, entstanden neben den zuerst hergestellten bronzenen Gegenständen für den Lebensunterhalt und Waffen künstlerisch beeindruckend gestaltete Werke – Statuen aus Marmor und Bronzeguss. Mitte des 18. Jahrhunderts erweckten diese Statuen ein wiederkehrendes Interesse und es wurden große Antikensammlungen angelegt. Der Klassizismus nahm sich für seine Werke die Antiken zum Vorbild. Seinem romantischen Zeitempfinden entsprach auch der dunkle, glatte und schnörkellose Eisenguss, und so begegnen uns heute Gusseisenfiguren in Sachsen, deren Ursprünge in der Bronzezeit liegen.
Der Streifzug durch die Geschichte des Eisens mit regionalem Bezug auf das Erzgebirge und der Niederlausitz spannt einen Bogen von den Anfängen im Rennfeuer bis zur vollkommenen gusseisernen Großplastik.
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