Eisen in Sachsen – Teil 2

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GP 09/2015
Auszüge aus dem Vortrag „Streifzug durch die Geschichte der Eisenherstellung und des Eisenkunstgusses“ zum Gießereitreffen am 29.06.2014 des Fördervereins Industriemuseum Chemnitz e. V.5. Gusseiserne Ofenplatten – erste Zeugnisse vom Eisenkunstguss und des alltäglichen Gebrauchs Ofenplatten aus Gusseisen werden von W. Hentschel als oft zu Unrecht verkannte Gussteile oder Kunstwerke beschrieben. Nun waren Ofenplatten sicher, seitdem im Hochofen Eisen flüssig wurde, nicht die ersten Eisenteile, die gegossen wurden. Kriegsgerät, wie die bereits erwähnten Kanonenkugeln, trieben die Entwicklung voran und bestimmten die wirtschaftliche Grundlage der Gießhütten. Steinkugeln waren mühsam herzustellen, Kugeln aus Schmiedeeisen waren nach dem Aufprall unrund und ließen sich ohne weiteres kein zweites Mal einsetzen. Die Möglichkeit, Kugeln zu gießen), war da ein großer Fortschritt. Aber auch Dinge des Handwerks bestimmten die Gussproduktion, wie Mörser, Schmiedeformen, Feuerroste, Kessel, Siedepfannen, Töpfe, Ambosse, Gussteile für Pochwerke, Pleulzapfen für Bergwerke und Mühlen. Es ist möglich, das Ofenplatten zunächst aus Resteisen entstanden. Direkt aus dem Ofen konnte man übriges flüssiges Eisen schöpfen und in ein vorbereitetes Sandbett gießen.
Gießereien gießen auch heute noch ihre anspruchslosen Armierungsstäbe und -gitter für Gießereikerne nach dem als offenen Herdguss bezeichneten Verfahren.
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