Elektrode zum Aluminiumschweißen

Längere Standzeiten und bessere Fokussierung des Lichtbogens

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Obwohl Aluminium sich bei der Verarbeitung gravierend von anderen Metallen unterscheidet und beispielsweise besonders genau auf die richtige Schweißtemperatur geachtet werden muss, gab es bislang keine Elektrode, die speziell auf diesen Einsatzbereich ausgerichtet ist. Die Folge: Wegen der mangelhaften Qualität der Schweißnaht musste häufig nachgearbeitet werden. Wolfram Industrie, Traunstein, hat nun einen Schweißelektrode entwickelt, die eigens auf das WIG-Schweißen von Aluminium ausgelegt ist. Die „Alustar“-Elektrode, die auf der Fachmesse „Aluminium 2016“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde, besteht aus einer speziellen Legierung mit Zirconium-Anteil, deren Zusammensetzung unter anderem längere Standzeiten ermöglicht. Zudem unterstützt sie nach eigenen Angaben dabei, den Lichtbogenfuß in der Elektrodenmitte zu halten und erlaubt damit eine bessere Fokussierung des Lichtbogens. Als Nebeneffekt sorgt die Legierung durch eine hohe Strombelastbarkeit zusätzlich für eine optimale Kalottenbildung und ein besseres Abbrandverhalten. Das Ergebnis ist eine reinere Schweißnaht, sodass weniger nachgearbeitet werden muss, so der Hersteller. Die „Alustar“ eignet sich für alle Aluminiumlegierungen und unterschiedlichste Anwendungen. Sie kann für das Handschweißen und auch für den Einsatz mit Schweißrobotern eingesetzt werden. Weil die Elektrode bereits ab Werk auf 70 mm abgelängt und angefast wird, ist sie sofort nach der Entnahme aus der Verpackung einsatzbereit. Zudem sind auch Sonderanfertigungen mit anderen Längen und Durchmessern – Standarddurchmesser bewegen sich zwischen 1,6 und 3,2 mm – auf Anfrage möglich. www.wolfram-industrie.de