EPDs liefern Informationen für nachhaltige Werkstoffwahl

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Wer heute ein Bauteil konstruiert, ein Gebäude plant oder ein Produkt auf den Markt bringen möchte, kommt um die Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit nicht herum. Vor diesem Hintergrund entwickeln sich Umweltproduktdeklarationen (Environment Product Declarations, EPDs) zum Standard, denn für die Bewertung und Auszeichnung nachhaltiger Gebäude müssen alle relevanten Informationen zu den verwendeten Baustoffen in einem allgemein und international gültigen Format vorliegen. Ökonomie, Ökologie und die technische Leistungsfähigkeit sind dabei wesentliche Faktoren, um einem Gebäude das Prädikat „nachhaltig“ zu verleihen. Zink zeichnet sich durch Eigenschaften aus, die für nachhaltiges Bauen essenziell sind: Langlebigkeit und hohe Recyclingfähigkeit. Das spiegelt sich in den entsprechenden EPDs beispielsweise für Titanzinkprodukte und feuerverzinkten Baustahl wider, die belegen, dass Zink auch unter Nachhaltigkeitsaspekten ein optimaler Werkstoff ist. EPDs im Baubereich basieren auf der international abgestimmten Norm EN 15804. Kern einer Umweltproduktdeklaration ist dabei eine Ökobilanz gemäß ISO 14040, die neutral, transparent und verlässlich überprüfbar die Eigenschaften eines Produkts offenlegt. Denn, so Dr. Marianne Schönnenbeck, Abteilungsleiterin Forschung und Entwicklung/Umwelt bei der RHEINZINK GmbH & Co. KG: „Um nachhaltiges Bauen zertifizieren zu können, reicht eine technische Baustoffbewertung nicht aus. Benötigt wird eine den Baustoff begleitende, umfassende Produktaussage unter gleichen Rand- und Rahmenbedingungen. Wenn Unternehmen der Zinkindustrie also nachweisen wollen, dass ihre Produkte nachhaltig sind, dann geschieht das über eine Umweltproduktdeklaration nach den Vorgaben der EN 15804.“ Diesem Leitgedanken entsprechend wird bei einer Deklaration von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung bis zur Verarbeitung und schließlich zum Recycling der gesamte Lebenszyklus des Produkts genau betrachtet. Dazu gehören sämtliche Energieverbräuche und Transporte genauso wie emissionsbedingte Umweltwirkungen und das Treibhauspotenzial. Die Umweltproduktdeklarationen für Titanzinkprodukte und feuerverzinkte Baustähle sind sogenannte Typ-III-Deklarationen, die unter Einbeziehung unabhängiger Dritter entwickelt und zusätzlich durch das Institut Bauen und Umwelt (IBU) geprüft wurden. „Diese Typ-III-Deklarationen helfen bei der Bewertung der Nachhaltigkeit eines Gebäudes. In einer Lebenszyklusanalyse wird die gesamte Lebensdauer des Gebäudes – die Bauphase, die Nutzungsphase sowie Abriss und Entsorgung – berücksichtigt. Außerdem kann der Beitrag der Bauprodukte zur Energieeffizienz dargestellt oder Angaben zu technischen Eigenschaften wie Lebensdauer, Wärme- oder Schallisolierung gemacht werden, die für die Einschätzung der Eignung des Produkts im Gebäude wichtig sind“, erklärt Gerd Deimel, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Feuerverzinken. Ein weiterer Pluspunkt der Umweltproduktdeklarationen: Für beide Seiten – Hersteller und Nutzer – ergeben sich Vorteile. So wird auf der einen Seite der Hersteller gegenüber Marktbegleitern ohne vergleichbare Deklaration bevorzugt, während auf der anderen Seite der konkrete Nutzen für Planer, Architekten, Bauunternehmen und Bauherren in der hohen Transparenz und im umfassenden Informationsgehalt besteht. So wird sichergestellt, dass bereits bei der Planung und der Auftragsvergabe auf eine sparsame Verwendung von Ressourcen geachtet werden kann.

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