Erdgaspreise sinken für Unternehmen um rund 4,3 Prozent

• Marktpreisindikation im Rahmen der VEA-Mitgliedschaft hilft Einsparpotenziale zu erkennen<br /> • Große Preisunterschiede zwischen einzelnen Netzgebieten von bis zu 15 Prozent

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Hannover, 10.10.2013. Die Preise für Erdgas sind in den vergangenen sechs Monaten um rund 4,3 Prozent gesunken. Dies belegt der aktuelle Preisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) vom Oktober 2013. Die Ursachen dafür liegen in den leicht rückläufigen Großhandelspreisen und im zunehmenden Wettbewerb auf dem Endkundenmarkt. Der VEA rät Unternehmen, sich jetzt beraten zu lassen und die günstigen Entwicklungen zu nutzen, um mögliche Einsparungen zu sichern. „Insbesondere die deutliche Wettbewerbszunahme auf dem deutschen Gasmarkt hat zum leichten Nachgeben der Erdgaspreise geführt. Dadurch sind die Margen der Lieferanten deutlich rückläufig“, stellt Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA, fest. „Von diesem Effekt können allerdings nur Unternehmen profitieren, die vor Abschluss eines neuen Liefervertrags eine bundesweite Ausschreibung durchgeführt haben. Unsere Erfahrung zeigt, dass die etablierten Lieferanten nicht ohne weiteres zu Preisnachlässen bereit sind.“ Der VEA empfiehlt insbesondere Unternehmen, die einen an die Heizölentwicklung gekoppelten Gaspreis vereinbart haben, sich beraten zu lassen. „Für diese Kunden sind signifikante Einsparungen von bis zu 3 Ct/kWh möglich“, erklärt Dr. Volker Stuke. Eine individuell erstellte Marktpreisindikation – zum Beispiel durch den VEA – könne jedoch für jedes Unternehmen wichtige Einsparmöglichkeiten aufzeigen. Der aktuelle VEA-Gaspreisvergleich mit Stichtag 1. Oktober 2013 untersucht die durchschnittlichen Gaspreise in 50 großen Gasnetzen – ohne Erdgas- und Mehrwertsteuer. Es handelt sich dabei um Festpreisindikationen, wie sie Unternehmen in den jeweiligen Gasnetzgebieten einholen können. Grundlage sind Vollversorgungsverträge mit Lieferbeginn zum 1. Oktober 2013 und einer Laufzeit von 12 Monaten, die im dritten Quartal 2013 abgeschlossen wurden. Die größten Preisreduzierungen sind mit 5,4 Prozent bei den Stadtwerken Bielefeld Netz sowie der E.ON Avacon im Teilnetz Niedersachsen zu verzeichnen. Die geringsten Nachlässe gab es mit 3,5 Prozent bei der energis Netz in Saarbrücken und der 24/7 Netze im Teilnetz Mannheim. Preiserhöhungen gab es nicht. Zwischen den einzelnen Netzgebieten bestehen große Preisunterschiede. Die Differenz zwischen dem nach der Studie preisgünstigsten (swb Netze in Bremen mit 3,16 Ct/kWh) und dem teuersten Netzgebiet (Stadtwerke Leipzig Netz mit 3,63 Ct/kWh) beträgt 0,47 Ct/kWh bzw. 15 Prozent. www.vea.de
Über den Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA)
Seit über 60 Jahren berät der VEA Unternehmen aus der mittelständischen Wirtschaft und des öffentlichen Sektors in allen Fragen der Energiekostenreduzierung und des Energiemanagements. Mehr als 4.500 Mitglieder im gesamten Bundesgebiet vertrauen auf die hohe Fachkompetenz und Unabhängigkeit des VEA bei der Strom- und Gasbeschaffung, beim Prüfen von Rechnungen und Verträgen sowie der Energie-Effizienz. Die vom Bundesverband veröffentlichten Preisvergleiche geben regelmäßig einen fundierten Überblick über die Preisentwicklungen auf dem Energie- und Wärmemarkt.

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