Ermüdungsrisse in Glocken – I

Ursachen und Vermeidung

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GP 10/2016
Kirchenglocken werden beim Läuten hoch beansprucht, was durch unterschiedliche Schädigungsmechanismen verursacht wird. Der Klöppelanschlag bewirkt im Bereich der Anschlagstellen an der Glocke einerseits Schlagverschleiß, der zur Schwächung des Schlagrings führt, andererseits ruft er aufgrund der dynamischen Eigenschaften des Systems aus Glocke, Joch, Klöppel und Läutemaschine hohe lokale Verformungen hervor, die zu Ermüdungsschäden führen können. Diese Rissgefahr kann durch eine optimierte Abstimmung des dynamischen Systems vermieden oder eingedämmt werden. Das Drehen von Glocken um etwa 20° bis 40° kann zu einer Verlängerung der Lebensdauer von Glocken führen, da die Beanspruchungen nicht homogen über den Umfang verteilt wirken. 1 Schäden an Glocken
Das Läuten von Glocken ist mit hohen Belastungen für den aus Bronze gegossenen Klangkörper verbunden. Jährlich werden zahlreiche Glocken vom Turm genommen, um Ermüdungsrisse durch Schweißen zu reparieren. Der Aufwand dafür ist enorm und nicht selten werden durch die Schweißarbeiten wertvolle Inschriften oder Ornamente historischer Glocken unwiederbringlich zerstört. In Deutschland ist man besonders sensibilisiert für Schäden an historischen Glocken, da durch die beiden Weltkriege mehr als dreiviertel des gesamten Glockenbestands für Rüstungszwecke eingeschmolzen wurden. … 7 Seiten
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