Ermüdungsrisse in Glocken – II

Der musikalische Fingerabdruck von Glocken als Mittel zur Schadensfrüherkennung

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GP 11/2016
Der „musikalische Fingerabdruck von Glocken“ bezeichnet ein Verfahren, mit dem auf Basis von Klanganalysen Ermüdungsrisse in Glocken in einem solch frühen Stadium ermittelt werden können, bevor diese zu hörbaren Klangveränderungen führen. Grundlage dieses Verfahrens ist die Eigenschaft rotationssymmetrischer Körper, wonach sich deren Eigenformen doppelt über den Umfang verdreht ausbilden. Während bei idealer Rotationssymmetrie die jeweiligen paarweise vorhandenen Eigenformen identische Eigenfrequenzen besitzen, spalten sich diese bei Abweichungen von der Rotationssymmetrie in zwei benachbarte Eigenfrequenzen auf. Solche Abweichungen werden durch Fehlstellen hervorgerufen, die bedingt durch die Herstellung, die Oberflächengestaltung oder aufgrund von Ermüdungsrissen im Klangkörper von Glocken vorhanden sind. Abhängig von der Lage, Ausprägung und Art vorhandener Fehlstellen können charakteristische Veränderungen im Schwingverhalten von Glocken festgestellt werden, die eine Identifikation der verursachenden Fehlstelle möglich macht. Darüber hinaus können Fehlstellen durch die Lageveränderung der gespaltenen Eigenformen lokalisiert werden. … 5 Seiten
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