Erstes 3D-gedrucktes Bauteil für U-Bahn-Bremse zugelassen

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Maschinen- und Anlagentechnik
Additive Manufacturing
Die Arbeitsgruppe Approval des Netzwerks Mobility goes Additive e.V. hat erstmalig die Zulassung für den Betriebseinsatzes eines additiv gefertigten, sicherheitsrelevanten Bauteils im Schienenverkehr erwirkt.

Die sogenannte „Hängelasche“ aus der Bremseinheit einer U-Bahn ist jetzt bei der Hamburger Hochbahn AG im Einsatz.

Die Arbeitsgruppe Approval hat damit nach knapp zwei Jahren ihr Ziel erreicht. Nach einem gemeinsam entwickelten Zulassungskonzept konnte erfolgreich nachgewiesen werden, dass sich das additiv hergestellte Bauteil für den Einsatz eignet. Die erforderlichen Prozeduren zur Qualitätssicherung, korrespondierende Tests sowie umfangreiche Dokumentationen wurden abschließend durch den TÜV Süd begutachtet und für positiv befunden.

Nachdem die Hamburger Technischen Aufsichtsbehörde gemäß BOStrab den Einsatz im Betrieb freigegeben hatte, erfolgte im August 2019 die Inbetriebnahme durch die Hamburger Hochbahn AG. Die Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung, kurz BOStrab, regelt hierbei den Bau und Betrieb von Straßenbahnen sowie weiteren ober- und unterirdischen Bahnen auf Landesebene. Aufbauend auf diesen für das Bahnwesen innovativen Präzedenzfall soll künftig ein Standard für weitere Zulassungen auf landesübergreifender Ebene erwirkt werden, um die Einsatzmöglichkeiten additiv gefertigter Bauteile/Ersatzteile im Bahnbereich voranzutreiben.

Die Arbeitsgruppe Approval trifft sich unter der Leitung der Siemens Mobility GmbH und Beteiligung seiner Mitglieder, der Deutsche Bahn AG, der Fraunhofer-Einrichtungen IAPT und IGCV, der Hamburger Hochbahn AG, der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH , Photon AG, SBB Cargo AG und der TÜV SÜD Product Service GmbH.

www.mobilitygoesadditive.com