Gasphasen-Emissionskontrolle für Gießereien

Exklusiv
GP 04/2014
Forschung
Arbeitssicherheit und Umweltschutz

Flüchtige Schadstoffe wie das krebserregende Benzol fallen in Gießereibetrieben an und unterliegen scharfen Emissionsauflagen. Gegenwärtige Technologien zur Entfernung von Benzol (z. B. Aktivkohlefilter) sind kostenintensiv und können nicht mit der Stärke und Art der Kontaminierung in der Abluft geregelt werden. Die Universität Kopenhagen hat zusammen mit der dänischen Cleantech-Firma INFUSER einen neuen Ansatz zur industriellen Emissionskontrolle entwickelt, der hier vorgestellt wird. Die Methode wurde im Labor entwickelt und getestet und hat sich bereits in anderen Industrien bewährt. Basierend auf den natürlichen Reinigungsprozessen der Atmosphäre werden Schadstoffe in Partikel umgewandelt und dann elektrostatisch gefiltert. Eine Testreihe bei einer großen deutschen Gießerei im Saargebiet zeigt dass die Konzentrationen von Benzol um bis zu 90% reduziert werden und die Konzentrationen von anderen Kohlenwasserstoffen in der Abluft über mehrere Tage hinweg um mehr als 80% reduziert werden. Es hat sich erwiesen, dass die neue Technologie unter den Realbedingungen einer laufenden Gießerei Benzolkonzentrationen regelbar minimieren kann. Gas phase emissions control for foundries
Hydrocarbon vapors including carcinogenic benzene are produced by foundries and are subjectto stringent emission regulations. Current technologies for the removal of benzene (e. g. charcoalfilters) are expensive to run and do not scale with the pollution load. Working together, the Danish cleantech company INFUSER and the University of Copenhagen have developed a new approach to industrial pollution control, which is presented here. The method was developed and tested in the laboratory and has already proven itself in other industries. Based on the natural cleaning processes of the atmosphere, pollutants are converted into particles and then filtered electrostatically. A series of tests at a large German foundry in the Saar-region shows that benzene concentrations were reduced by up to 90 % and the concentration of other hydrocarbons were reduced by more than 80 % on the timescale of days. The new technology proved to be able to treat benzene in a controlled manner under the real conditions of a running foundry. RUBRIK: TECHNIK

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