Gefügeabhängigkeit statischer und dynamischer Rissinitiierungswerte für ferritisches Gusseisen

Exklusiv
GP 03/2012
Forschung
Eisengusswerkstoffe

Bei der Bruchsicherheitsbewertung großer Gussteile ist die Wanddickenabhängigkeit der mechanischen und bruchmechanischen Kennwerte zu beachten. Gegenstand des vorliegenden Beitrages ist die Bewertung der mechanischen und bruchmechanischen Kennwerte in Abhängigkeit von der Graphitteilchengröße bzw. der korrespondierenden Ferritkorngröße. Die Bewertung des gefügeabhängigen Risswiderstandsverhaltens bei Raumtemperatur und -40 °C erfolgt auf der Basis statischer und dynamischer Risswiderstandskurven des CTOD (crack tip opening displacement) – und J-Integral-Konzeptes. Die Diskussion der Ergebnisse basiert für den statischen Beanspruchungsfall auf dem Porenwachstumsmodell bzw. für die dynamische Beanspruchung auf der mikroskopischen Spaltbruchspannung. Bruchmechanische Konzepte zur beanspruchungsgerechten Gusswerkstoff- und Gussteilbewertung kommen zur Anwendung, wenn Gusswerkstoffe aufgrund ihrer spezifischen Vorteile in festigkeitsbeanspruchten und potentiell bruchgefährdeten Konstruktionen zum Einsatz kommen. Eine wesentliche Voraussetzung für die bruchmechanische Festigkeitsbewertung, d.h. die Einbeziehung von Rissen oder rissähnlichen Spannungskonzentrationsstellen (Lunker, Poren, Seigerungszonen) besteht in der Verfügbarkeit bruchmechanischer Kennwerte in Abhängigkeit von den Beanspruchungsbedingungen unter Beachtung ihrer spezifischen Gefügeabhängigkeit [1], ermittelt auf der Basis standardisierter Prüfverfahren [2]...

Exklusiv

Download
Laden Sie sich diesen geschützten Artikel als Abonnent kostenlos herunter.

  • Einloggen und Artikel kostenlos herunterladen
  • 1,19 € *

Ähnliche Artikel