Geht nicht, gibt’s nicht – Weiterentwicklungen im Bereich anorganischer Bindersysteme

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GP 01-02/2014
Forschung
Formstoffe

Das haben Sie sicher auch schon gehört: Geht nicht, gibt’s nicht!
Geradezu symptomatisch war dieser Spruch für die Entwicklung der anorganischen Bindersysteme in den letzten Jahren. Vorurteile und Zweifel haften jedoch weiterhin an dieser Technologie und können teilweise nur mühsam ausgeräumt werden. Immer wieder werden Aussagen wie die folgenden getroffen: anorganische Kerne zeigen eine geringere Maßhaltigkeit beim Abguss, neigen zu höherem Kernbruch, sind nicht feuchtestabil und daher nicht wasserschlichtbar, der Altsand ist nicht regenerierbar, die Gussoberflächen zeigen mehr Sandanhaftungen, die Kerne haben einen schlechteren Kernzerfall und Anorganik ist nicht für den Eisenguss geeignet. Einige dieser Aussagen sind falsch, einige sicherlich vom Grunde her richtig und andere werden gerade dank neuer Entwicklungen im Bereich der anorganischen Binder widerlegt. Häufig wird man auch mit der Aussage konfrontiert: „wir wollen eigentlich nur ein anorganisches Cold Box-System, mehr nicht!“. Chemisch liegen hier allerdings Welten dazwischen, die Natur der Chemie gibt hier gewisse Limitierungen vor, die nicht ohne weiteres überwunden werden können. Dennoch, und das zeigen insbesondere die Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit, zielen die neuen Produkte vor allem darauf ab, die Lücke zu den traditionellen Verfahren zu schließen. Wie dieses in einigen Bereichen bereits erfolgreich gelungen ist, teilweise sogar die Erwartungen übertroffen wurden, soll im Folgenden dargestellt werden. Nothing is Impossible –
Advancements in the Field of Inorganic Binder Systems

Inorganic binders are subject to more rumors than almost any other area of foundry work. What can they actually do, and what can’t they do? The growing interest and increasing number of users clearly show that this technology is now an established part of aluminum permanent mold casting at least. The cost savings in terms of maintenance and cleaning of the systems as well as the resultant higher productivity in the casting process are key factors in this success. At the same time, new development stages of the binders are closing the gap on organic systems: Better casting surfaces, higher thermal stability and optimization of disintegration after casting have been significant optimization steps of the last generation of inorganic binders. And there are also signs of progress in improving the storage stability of the naturally moisture-sensitive inorganic cores. At the same time, it is clear that the use of inorganic cores does not have to be limited to light-alloy permanent mold casting as inorganics offer huge potential in prevention of classic casting defects (such as veining). “Nothing is impossible” is therefore a very fitting phrase for the core of development in the inorganic sector: Much of what has been achieved with inorganic binders to date would have seemed impossible to many people in the past. As a result of intensive research in this field, it can be assumed that so many hurdles that seem restrictive at the moment will be cleared in future. RUBRIK: TECHNIK

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