Große Bauteile im 3D-Druck

SLS Kunststoff-Lasersintern bei Kegelmann

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Auf der formnext, der internationalen Messe innovativer additiver Fertigungsverfahren in Frankfurt, präsentierte Kegelmann Technik, Rodgau-Jügesheim, wie komplexe große Teile im SLS-Verfahren gefertigt werden können. Die derzeit üblichen Laser-Sinterstationen bieten einen so genannten XL-Bauraum von etwa 550 x 550 x 750 mm und können so große oder viele kleine Teile additiv produzieren. Aber 55 cm sind in vielen Fällen noch nicht groß genug. Diese Bauteile an einem Stück zu fertigen, ist aufgrund des Bauraums und aufgrund thermischer Probleme nicht so einfach möglich. Beispiele, wie es trotzdem gelingt, sind bei Kegelmann Technik produzierte Prototypen einer Fahrzeugtür oder eines Fahrradrahmens. Die fertigungstechnischen Probleme großer Bauteile werden gelöst, indem die Projekte im Rahmen der Prozesskonstruktion neu konstruiert, in Teilen produziert und entsprechend dem gewünschten Bauteil zusammengebaut werden. Fahrzeugtüren oder Fahrradrahmen bestehen zum Beispiel aus mehreren Teilen und werden mit handwerksmäßigen Verbindungen wie Nut, Feder oder Schwalbenschwanzzapfen mit einem hohen Maß an Präzision und Passgenauigkeit zusammengefügt. Herausforderungen dieser Produktionsweise großer Bauteile sind nicht nur thermischer Art im Rahmen des SLS-Verfahrens, sondern auch die Wahl der richtigen Verbindung an der richtigen Stelle im Rahmen der Prozesskonstruktion, um Festigkeiten und Druck- und Zugspannungen so zu gestalten, dass diese denen der ursprünglichen Konstruktion möglichst nah kommen. www.ktechnik.de