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Havelländische Zinkdruckguss meldet Insolvenz an

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Betriebswirtschaft und Management
Druckguss
Die Havelländische Zinkdruckguss (HZD) GmbH & Co. KG in Premnitz hat Insolvenz angemeldet. Mit diesem Schritt sollen die Strukturen des Unternehmens saniert werden. Die 120 Mitarbeiter erhalten Insolvenzgeld.

Die Aufträge und Leistungen des Unternehmens werden weiterhin erbracht, teilte der Insolvenzverwalter Sebastian Laboga mit, der vom Insolvenzgericht Potsdam bestellt worden war. In einer Pressemitteilung der Insolvenzkanzlei äußert sich Laboga dazu wie folgt: „Die HZD GmbH ist ein hochspezialisiertes Unternehmen mit enormer Erfahrung, wettbewerbsfähigen Produkten und guter Auftragslage. Insofern sehe ich gute Aussichten für eine nachhaltige Sanierung des Geschäftsbetriebs.“

Die Havelländische Zinkdruckguss GmbH & Co. KG wurde 1991 gegründet und ist auf die Fertigung von Bauteilen mittels Zinkdruckgussverfahren spezialisiert. Zuletzt hatte das Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 20 Millionen Euro verzeichnet.

Der vorläufige Insolvenzverwalter hat das Unternehmen bereits besucht und Gespräche mit Kunden und Lieferanten aufgenommen. „Alle Partner gehen sehr professionell mit der Situation um und halten HZD auch in dieser schwierigen Zeit die Stange“, sagt Laboga. Die rund 120 Mitarbeiter erhalten in den kommenden drei Monaten Insolvenzgeld.
Die HZD verfügt über eine Gesamtfläche von 30.000 m2 und ist nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Noch im vergangenen Jahr hatte die Gießerei 12,5 Millionen Euro für eine neue Produktionshalle investiert, die als „weiße Gießerei“ angelegt ist: sauber, energieeffizient und vernetzt. Die Verantwortlichen hoffen mit den Insolvenzverfahren auf eine Sanierung der Strukturen.

www. hzd.eu