Höchste Effizienz - möglichst emissionsfrei

Gussteilhersteller Düker setzt auf neue Cold-Box-Technologie von ASK Chemicals

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Emissions- und Arbeitsplatzgrenzwerte stellen große Herausforderungen für Gießereien dar. Doch gerade die Einhaltung der gesetzlichen Emissionsrichtlinien ist für die Standortsicherung enorm wichtig. Moderne Gießereien wie die Düker GmbH aus Laufach (Unterfranken), Spezialist für Armaturen und Druckrohrformstücke für die Trinkwasser- und Gasversorgung, verfolgen daher eine nachhaltige Unternehmenspolitik, bei der die Wirtschaftlichkeit, soziale Verantwortung und Umweltschutz ganz obenan stehen.   Besserer Wirkungsgrad bei gleichzeitiger Senkung der Bindermenge Aufgrund der strengeren Auflagen, die ab 2020 eine drastische Reduktion der Phenolemissionen vorschreiben, bemüht sich das Unternehmen Düker bereits seit 2013, den Anteil leichtflüchtiger Aromaten zu senken und die Prozesse entsprechend umzustellen. „Zum damaligen Zeitpunkt traten wir auf der Suche nach Unterstützung an ASK Chemicals als Innovations-und Technologiepartner heran, um an unserem Produktionsstandort in Laufach insbesondere die Benzol-Emissionen beim Abgießen zu reduzieren“, berichtet Michael Poetzsch, Gießereileiter bei Düker. Der Ansatz sollte sein, den Bindergehalt der Cold-Box-Kerne ohne Einbußen bei den technischen und qualitativen Eigenschaften und der Gussteilqualität so weit wie möglich zu verringern und darüber die Emissionen zu senken. Ein erster Erfolg konnte durch den Einsatz des Cold-Box High Efficiency-Systems ECOCURE HE von ASK Chemicals erzielt werden, das 2014 in die Serienproduktion eingeführt wurde.   Keine kennzeichnungspflichtigen Inhaltsstoffe mehr in Teil 1 ASK Chemicals entwickelte die Technologie fortan weiter. Am Ende stand die auf Phenolharz basierende Cold-Box-Technologie ECOCURE BLUE, für die alle auf dem Markt verfügbaren Katalysatoren, die üblichen Sandqualitäten sowie zahlreichen Sandadditive verwendet werden können. Mit Ausnahme von Di Basic Ester (DBE) in Deutschland, enthält ECOCURE BLUE keine Bestandteile, die aufgrund ihres Arbeitsgrenzwerts erwähnt werden müssen. Lediglich Teil 2 der Cold-Box-Formulierung basiert weiterhin auf Isocyanat, das ausgewiesen werden muss. „Teil 1 des neuen Cold-Box-Binders trägt keine Gefahrstoffsymbole mehr. Das bedeutet für uns eine große Erleichterung, was den Transport und die Lagerung des Binders anbelangt. In erster Linie ist es jedoch ein klares Plus für den Arbeitsschutz und ein wichtiges Signal an unsere Mitarbeiter“, hebt Poetzsch hervor. Bei dem ECOCURE BLUE System wird von den Mitarbeitern der Geruch gegenüber dem Vorgängersystem als weniger ausgeprägt wahrgenommen und es ist aufgrund seiner Inhaltsstoffe als arbeitsplatzfreundlich einzustufen. Entwickelt für den Eisen- und Stahlguss, eignet sich das System unter anderem für die Fertigung von Hydraulikteilen, Turboladern, Bremsscheiben und Motorblöcken. Das Laufacher Unternehmen fertigt mit der ECOCURE BLUE-Technologie den überwiegenden Teil seines Kernspektrums, von Teilen mit wenigen Gramm schweren filigranen Geometrien bis hin zu 100 kg schweren Formstückkernen.   Benzolemissionen in der Luft um 66 % gesenkt Der Einsatz der ECOCURE BLUE-Plattform erlaubt es, die Emissionen über den gesamten Prozess von der Kernfertigung über den Abguss bis zum Entformen zu senken ‒ ohne auf die Vorteile der High-Efficiency-Technologie mit ihrer Möglichkeit, Sofortfestigkeiten gezielt zu optimieren, verzichten zu müssen. Die Firma Düker konnte im Rahmen eines Langzeittests über vier Monate und der anschließenden Serieneinführung zeigen, dass selbst gegenüber der effizienten ECOCURE HE-Technologie eine Binderreduktion um 7 % möglich ist. Verglichen mit einer noch 2014 eingesetzten konventionellen Lösung konnte die Binderzugabe um 22 % gesenkt werden. Durch den Einsatz der neuen ECOCURE BLUE-Technologie konnten die BTX-Werte in ihrer Gesamtheit, und speziell die der Benzolemissionen beim Abgießprozess, um 66 % gesenkt werden. Eine Erkenntnis aus den Messergebnissen eines unabhängigen Messinstituts, das mit den BTX-Messungen beauftragt wurde. Weiter konnte die Reduzierung der BTX-Emissionen im Grünsand-Altsand um 34 % im Vergleich zum Vorgängersystem nachgewiesen werden. „Der neue Binder erfüllt voll unsere Erwartungen an die Festigkeitseigenschaften des Kernsandsystems und die letztendlich daraus resultierende Gussteilqualität. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Einführung des neuen Binders ist somit auf ganzer Linie als nachhaltig zu bezeichnen, da wir so hochwertige Gussteile sicher und wirtschaftlich herstellen können“, resümiert Gießerei-Leiter Michael Poetzsch. www.dueker.dewww.ask-chemicals.com