Huf beschließt Klimaneutralität bis 2030

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Der Automobilzulieferer Huf will bis 2030 klimaneutral sein. Unter anderem wurden Solarmodule auf dem Werksgelände im portugiesischen Tondela installiert. Auch überschüssiges Material aus Druck- und Spritzguss wird recycelt.

„Als Automobilzulieferer unterstützt Huf seine Kunden in der Automobilindustrie auch dabei, die Umweltauswirkungen der Automobilproduktion und des Autoverkehrs zu neutralisieren. Zudem gehört Nachhaltigkeit zu den Werten von Huf als Familienunternehmen“, sagt Tom Graf, CEO von Huf. „Deshalb richten wir das gesamte Unternehmen konsequent auf CO2-Reduktion aus. Mit einem klaren Ziel vor Augen: Spätestens 2030 wird Huf klimaneutral sein.“

Als Mitglied des UN Global Compact berichtet Huf jährlich auch über seine Aktivitäten zum Umweltschutz. Dazu gehört die kontinuierliche Verbesserung der gesamten Wertschöpfungskette – vom Produkt bis zum globalen Produktionsnetzwerk – unter ökologischen wie ökonomischen Aspekten. Bis 2030 will Huf jährlich seinen Energieverbrauch um zwei Prozent reduzieren und zugleich den Anteil an erneuerbaren Energien pro Jahr um 20 Prozent steigern.

Huf hat zahlreiche Maßnahmen zur CO2-Reduktion ergriffen

Jüngstes Beispiel: Auf den Dächern des Werksgebäudes und des Parkplatzes im portugiesischen Tondela wurden insgesamt 2.336 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 740 kWp installiert. Das Werk in Tondela verbraucht derzeit 4,47 GWh pro Jahr, wovon die Solarstromanlage etwa 1,03 GWh decken wird. Die Anlage wird damit voraussichtlich rund 23 Prozent des Energiebedarfs durch nachhaltige Stromerzeugung decken. Das Solarkraftwerk wurde im Februar 2021 getestet und kurz darauf in Betrieb genommen.

„Huf Portuguesa engagiert sich, wie die gesamte Huf Group, in allen Bereichen des täglichen Betriebs für Nachhaltigkeit“, sagt Pedro Pêga, Werksleiter (Plant Manager) in Portugal. „Wir optimieren nicht nur unsere Prozesse, um den Klimaschutz zu gewährleisten, sondern sensibilisieren auch unsere Mitarbeiter für umweltbewusstes Handeln. Dies unterstützen wir auf vielfältige Weise: Zum Beispiel installieren wir Ladestationen, damit jeder, der mit einem Elektroauto zur Arbeit kommt, die Batterie kostenlos aufladen kann. Die Solarzellen über dem Parkplatz liefern die elektrische Energie.“

Recycling von überschüssigem Material aus Angüssen

Der Solarzellenpark in Tondela ist eine der jüngsten Maßnahmen, die Huf zum Schutz der Umwelt ergriffen hat. Die Maßnahmen reichen von Energieeinsparung, Materialreduzierung, Materialwiederverwendung, Reduzierung des Wasserverbrauchs bis hin zur Flächenreduzierung in den Produktionsstätten und optimierten logistischen Abläufen. Ein weiteres Beispiel findet sich in einem der Kernkompetenzbereiche von Huf: Bei der Lackierung von Türgriffen und anderen Außenteilen minimiert Huf den Einsatz von Lösungsmitteln und bietet Lacke auf Wasserbasis an. Darüber hinaus reduziert Huf konsequent den Abfall in der Produktion und in der Logistik: Überschüssiges Material wie Angüsse beim Kunststoffspritzguss oder Druckguss werden recycelt und im Produktionsprozess, wo möglich, wiederverwendet. Mit dem internen Verbesserungsvor-schlagswesen „ERGO“ („Evaluate - React - Go – Optimize“) unterstützt Huf zudem die Motivation der Mitarbeiter, indem ihre Vorschläge belohnt und ihre Initiativen zum Umweltschutz und zur Schonung der natürlichen Ressourcen gefördert werden.

Huf Hülsbeck & Fürst GmbH & Co. KG
Die Huf Group entwickelt und produziert mechanische und elektronische Schließsysteme, sowie Fahreugzugangs- und Berechtigungssysteme für die weltweite Automobilindustrie. 1908 von Ernst Hülsbeck und August Fürst in Velbert gegründet, hat das Familienunternehmen heute Standorte in Europa, Amerika und Asien. Laut einer Studie des Handelsblattes gehört Huf zu den 20 innovativsten Unternehmen in Deutschland. Die Huf Group erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von rund 1 Milliarde Euro und beschäftigt weltweit rund 7.800 Mitarbeiter.