Innovation mit Kraft: Öl raus, Elektro rein

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Eine neue E-Motorschiebereinheit für den Form- und Werkzeugbau mit Führungssäulen: Der Schieber hat einen elektromechanischen Antrieb. Der Aufbau ist mit vorhandenen Systemen austauschkompatibel.

Die Firma Wumo GmbH stellt mit dem neuentwickelten E-Schieber der Baureihen GSG eine elektromechanische Schiebereinheit für den Form- und Werkzeugbau vor. Die E-Schieber bieten durch ihre integrierte und kompakte Bauweise eine bisher nicht vorstellbare Leistungsdichte gegenüber hydraulischen Anwendungen da. Die Axialkräfte von bekannten vergleichbaren hydraulischen Schiebern, werden bei gleicher Baugröße erreicht und sogar übertroffen. Das neuentwickelte Antriebskonzept ermöglicht durch den integrierten Aufbau diese hohe Leistungsdichte und darüber hinaus alle Vorteile elektronisch geregelter Antriebssysteme.

Der mechanische Aufbau ist so konzipiert, dass die Antriebe mit vorhandenen Systemen austauschkompatibel sind. Das heißt, dass das Befestigungslochbild vorhandener hydraulischer Schieber einfach weiterverwendet werden kann. Ein nachträglicher Austausch oder Umbau von vorhandenen Werkzeugen ist mit diesen neuentwickelten E-Schiebern also ohne Probleme möglich. Aufgrund der hohen Energiedichte wird außerdem deutlich weniger Bauraum benötigt. So können einmal konzipierte Werkzeuge zukünftig ohne große konstruktive Änderungen mit E-Schiebern ausgestattet werden.

Dabei stehen dem Anwender sofort alle Vorteile elektronisch geregelter Antriebe zur Verfügung. Nach Angaben des Herstellers sei eine mühelose Einstellung oder Veränderung der Parameter über die vorhandene Steuerung möglich, eine genaueste Positionierung (+ / - 0,01 mm), beliebige Geschwindigkeitsveränderung, programmierbare Kraft- /Lasteinstellungen, permanente Verschleiß-Kontrolle der Schnittwerkzeuge, sowie der Wegfall aller Endlagenschalter und anderweitiger Sensorik.

Hinzu komme eine wesentlich höhere Energieeffizienz, der Wegfall von Umweltverschmutzungen aufgrund von Leckagen, eine deutliche Reduzierung der CO2-Belastungen, sowie die Möglichkeit, moderne Anwendungen der Industrie 4.0 auch in den Formen- und Werkzeugbau zu integrieren. 

Bei Neukonstruktionen bieten die neuen E-Schieber weitere Vorteile. Die Notwendigkeit für die gesamte Hydraulik-Infrastruktur entfällt, wodurch der Anwender nicht nur Anschaffungs-, sondern auch Montagekosten und Bauraum spart. Durch den Wegfall der störanfälligen Versorgungssysteme ergibt sich auch eine gesteigerte Zuverlässigkeit der Anlage und damit eine gesteigerte Anlagenverfügbarkeit. Doch die laufenden Service-Kosten sinken dramatisch, da die elektromechanischen E-Schieber ohne mechanische Verschleißteile auskommen. Das senkt nicht nur direkt die Material- und Personalkosten, sondern erhöht auch erneut die Anlagenverfügbarkeit.

Die Führungssäulen sowie die Frontplatten, der bisher verwendeten hydraulischen Schiebereinheiten sind baugleich. Neu ist, die elektromechanische Antriebstechnik. Die E-Schieber kombinieren so die erwiesene Robustheit der herkömmlichen Schiebereinheiten mit einem modernen und leistungsstarken Antriebskonzept.  

Angeboten werden die E-Schieber als komplettes Antriebs-System bestehend aus E-Schieber und elektronischer Regler-Einheit. So können die Antriebe als autarkes System betrieben werden oder von einer übergeordneten SPS angesteuert werden. Die entsprechenden Schnittstellen (Profinet, Profibus, IO-Link, etc.) können flexibel auf die Kundenanforderungen zugeschnitten werden.

Möchte der Anwender die E-Schieber in Anlagen mit bestehenden Reglern integrieren, kann auch nur der elektromechanische Antrieb ohne Regler-Einheit angeboten werden. Die benötigten Motordaten und Lastbereiche werden dem Kunden dann wie gewohnt für die Inbetriebnahme zur Verfügung gestellt.