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Wangener Maschinentage 2015: Ganzheitlich entwickelte und gefertigte Mehrachssysteme als Basis wettbewerbsfähiger Produktionstechnik

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Wangen (bei Göppingen), 23.07.2015. Über 100 Teilnehmer haben bei der Fachtagung Wangener Maschinentage 2015 die Potentiale ganzheitlicher, disziplinübergreifender mechatronischer Entwicklungs- und Produktionsmethodik für mehrachsige Bewegungssysteme diskutiert. Die Experten waren sich einig: Interdisziplinäre Lösungen sind ein entscheidendes Kriterium für die künftige Wettbewerbsfähigkeit im hochdynamischen Maschinenbau. In Zukunftsbranchen wie Laser, Solar, Productronic, Display, Battery und Machine Tools wachsen die Anforderungen an Dynamik, Präzision, Verfügbarkeit und Lebensdauer permanent. Um im internationalen Wettbewerb weiterhin eine führende Rolle spielen zu können, müssen Maschinenbauer verstärkt ganzheitlich entwickelte Mehrachssysteme als Basis ihrer leistungsfähigen Produktionstechnik einsetzen.
„Das war der einhellige Tenor der Plenarvorträge und Diskussionen bei den diesjährigen Wangener Maschinentagen“, so Martin Neumann, Geschäftsführer des veranstaltenden Unternehmens RAMPF Machine Systems, dem führenden Systemlieferanten für Maschinengestelle sowie Rumpf- und Basismaschinen mit Sitz in Wangen. Die Implikationen einer schnelleren und kostengünstigeren Produktion ständig höherer Stückzahlen wurden von Dieter Manz, CEO der MANZ AG, einem der weltweit führenden Hightech-Anbieter von Produktionssystemen mit Sitz in Reutlingen, in einem vielbeachteten Plenarvortrag anschaulich dargestellt. „Übertragen auf technische Maschineneigenschaften ergibt sich hieraus eine Vielzahl an Herausforderungen, die gleichzeitig den hochdynamischen Maschinenbau grundlegend kennzeichnen: die Erhöhung von Antriebsleistungen, die Steigerung der Verfahrgeschwindigkeiten, die Reduzierung von Be- und Entladezeiten, die Integration von Messsystemen und Qualitätsprüfverfahren sowie die Steigerung der Prozesspräzision und der Entwicklung innovativer Bewegungsprinzipien.“ Gestellstruktur leistet signifikanten Beitrag zu ausgewogener Dynamik und robuster Dämpfung
Ein solches ganzheitliches Konzept erfordert, dass sämtliche Komponenten von Mehrachssystemen und Basismaschinen – Struktur (Gestell), Mechanik, Antriebe und Steuerung – eng aufeinander abgestimmt zu integrieren sind. Für diesen interdisziplinären Ansatz stellten die Komponentenhersteller Bosch Rexroth, Siemens, RAMPF Machine Systems und Tecnotion zukunftsfähige Lösungen vor.
Marc Dizdarevic, Leiter Entwicklung / Konstruktion bei RAMPF Machine Systems, bestätigte in seinem Vortrag den Ansatz, Maschinenbett und Gestellbauteile als ganzheitlichen Bestandteil moderner Mehrachssysteme zu betrachten und hob die Bedeutung alternativer Werkstoffe wie Mineralguss und UHPC hervor. „In moderner Produktionstechnik wachsen insbesondere dynamische und thermische Lasten als Störgrößen auf das Maschinengestell und verursachen genauigkeits- und lebensdauerrelevante Verformungen. Alternative Werkstoffe für Maschinenbetten und Gestellbauteile bieten vielfältige Möglichkeiten, diese Auswirkungen zu reduzieren, zu kompensieren und im anzustrebenden Fall zu vermeiden.“ Die Referenten Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele, Leiter des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW), TU Darmstadt, und Dr.-Ing. Guido Hegener, Geschäftsführer der EMAG Maschinenfabrik, thematisierten standardisierte Baukastensysteme für die Struktur (Gestell), Mechanik, Antrieb und Steuerung, um so den ständig steigenden Anforderungen an Entwicklungskosten und -zeiten Rechnung tragen zu können. Gewaltiges Entwicklungspotential durch Industrie 4.0
Selbstverständlich war auch Industrie 4.0 ein viel diskutiertes Thema bei den Wangener Maschinentagen 2015. „Durch die Integration von Sensoren und Aktoren in Maschinengestelle aus alternativen Werkstoffen wie Mineralguss, UHPC und Faserverbunden eröffnen sich für die Kommunikation zwischen Maschinengestell und Steuerung zahlreiche Möglichkeiten“, so Dr. Utz-Volker Jackisch, Geschäftsführer von RAMPF Machine Systems. „Ein Beispiel hierfür sind direkt im Maschinenbett integrierte, leistungsstarke Sensoren – unter anderem piezoelektrisch oder Faser-Bragg-Gitter –, um störlastbedingte Geometrieänderungen zu erfassen oder gar Funktionen eines Schaden-Monitorings zu übernehmen. Durch die zusätzliche Einbindung von Aktoren werden intelligente Maschinenstrukturen geschaffen, die selbständig auf wechselnde statische, dynamische und thermische Lasten reagieren.“ Die RAMPF Machine Systems GmbH & Co. KG mit Sitz in Wangen bei Göppingen ist der führende Systemlieferant und Entwicklungspartner für Systemlösungen, Rumpf- und Basismaschinen sowie mehrachsige Positionier- und Bewegungssysteme auf Basis von Maschinengestellen aus innovativen Materialien.
Das Werkstoffportfolio umfasst Mineralguss, Ultrahochleistungsbeton (UHPC), natürlichen Hartgestein, Metallschaum und Faserbunde sowie gefüllte Stahlverbundkonstruktionen. Diese Werkstoffe bilden die solide Basis für hochpräzise und leistungsfähige Maschinenbetten und Gestellbaugruppen.
Der Komplettservice des Unternehmens reicht vom Engineering über die Fertigung und Montage bis hin zu Systemlösungen, kundenspezifischen, mehrachsigen Positionier- und Bewegungssystemen und Basismaschinen – von der Stückzahl eins bis hin zur Serienfertigung in kundenindividuellen Supply-Chain-Lösungen.
Durch innovative Abform-, Schleif- und Läppverfahren sowie leistungsfähige Montage- und Prüftechnologien in klimatisierten Fertigungsumgebungen sind höchste Genauigkeiten von Maschinenbasis und Basismaschine garantiert.
RAMPF Machine Systems ist Teil der internationalen RAMPF-Gruppe mit Sitz in Grafenberg bei Stuttgart. Leitet Herunterladen der Datei einDie Pressemitteilung als PDF finden Sie hier.Herausgeber:
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