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Künstliche Intelligenz in Unternehmen braucht mehr Schwung

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Nur 8 Prozent nutzen Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI), aber zwei Drittel halten sie für die wichtigste Zukunftstechnologie. Dies fand der Digitalverband Bitkom bei einer Umfrage unter 600 Unternehmen heraus.

Das Potenzial ist groß: Jedes vierte Unternehmen (24 Prozent) plant Investitionen in KI. 69 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass sie die wichtigste Zukunftstechnologie sei. 26 Prozent glauben hingegen, dass die Technologie überschätzt wird. Befragt wurden Unternehmen aller Branchen.

Das Interesse wächst jedenfalls: Glaubten noch vor einem Jahr 55 Prozent der Unternehmen, dass Künstliche Intelligenz Chancen für das eigene Geschäft bringt, sind es aktuell schon 62 Prozent. Der Anteil derjenigen, die vor allem Risiken in der Technologie sehen, ging von 28 auf 23 Prozent zurück.

Die Aufgeschlossenheit steht allerdings im Kontrast zur tatsächlichen Anwendung: Bislang nutzen nur 8 Prozent der befragten Unternehmen KI-Anwendungen. Im Vorjahr waren es 6 Prozent. Größer war das Wachstum bei Unternehmen, die diese planen oder diskutieren: Hier gab es eine Steigerung von 22 Prozent im Vorjahr auf jetzt 30 Prozent.

„Vom autonomen Fahren bis zur medizinischen Diagnose, von der Unterstützung bei Kundenanfragen bis zur Qualitätskontrolle in der Produktion: Die Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz ziehen sich durch alle Branchen. Dass die KI-Nutzung in der deutschen Wirtschaft zunehmend als ein Muss und zugleich als Chance gesehen wird, ist ein gutes Zeichen. Jetzt muss es darum gehen, KI mit noch mehr Schwung in die unternehmerische Praxis zu bringen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wer erkannt hat, wie wichtig Künstliche Intelligenz schon heute ist und insbesondere künftig sein wird, sollte jetzt investieren.“

Die Hauptgründe, warum Unternehmen KI nicht einsetzen sind: Zu wenig Personal (49 Prozent), zu wenig Zeit (47 Prozent) und zu wenig Geld (46 Prozent). Die Bereiche, in denen diese Anwendungen bislang am häufigsten eingesetzt werden sind: personalisierte Werbung (71 Prozent), Verbesserung interner Abläufe in der Produktion und Instandhaltung (64 Prozent), Kundendienst (63 Prozent), Analyse des Kundenverhaltens im Vertrieb (53 Prozent), Texte wie Berichten oder Übersetzungen (50 Prozent), Buchhaltung (44 Prozent) oder Logistik (35 Prozent).

Die Befragten wünschen sich außerdem mehr Unterstützung bei der Implementierung von Künstlicher Intelligenz in Form von Fördermitteln (77 Prozent).
www.bitkom.org