Legiertes Gusseisen – Teil 16

F2 Eutektoide Umwandlung

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GP 03/2015
Forschung
Eisengusswerkstoffe

Die eutektoide Umwandlung beruht auf der Eigenschaft des Eisens, sein Kristallgitter von der kubischflächenzentrierten Hochtemperaturmodifikation Austenit in die kubisch-raumzentrierte Niedertemperaturmodifikation Ferrit umzuwandeln. Der Ablauf dieser Umwandlung entscheidet über die Grundmasse von Gusseisen.

Gezielte Perlitisierung
Bei vielen Gusseisensorten oder Gussstücken wird aus Gründen der Festigkeit und Verschleißbeständigkeit Wert auf einen hohen Perlitgehalt oder sogar ein vollständig perlitisches Grundgefüge gelegt.
Ferritisierung und Perlitbildung stehen bei Gusseisen in Konkurrenz zueinander. Die Ferritisierung besitzt den Vorteil, dass sie bei höherer Temperatur beginnt und damit in einem gewissen Temperatur- und Zeitfenster allein ablaufen kann. Der Perlit hat den Vorteil der wesentlich höheren Wachstumsgeschwindigkeit. Wenn also die Temperatur der Perlitbildung unterschritten wird, wird der noch nicht umgewandelte Austenit überwiegend zu Perlit umgewandelt.

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