Legiertes Gusseisen – Teil 17

F2 Eutektoide Umwandlung

Exklusiv
GP 05/2015
Forschung
Eisengusswerkstoffe

Die eutektoide Umwandlung beruht auf der Eigenschaft des Eisens, sein Kristallgitter von der kubischflächenzentrierten Hochtemperaturmodifikation Austenit in die kubisch-raumzentrierte Niedertemperaturmodifikation Ferrit umzuwandeln. Der Ablauf dieser Umwandlung entscheidet über die Grundmasse von Gusseisen.

Perlitisierung bei Gusseisen mit Kugelgraphit
Die meisten detaillierten Untersuchungen über die Wirkung perlitisierender Elemente wurden bei Gusseisen mit Kugelgraphit durchgeführt, da hier der Steuerung der Grundmassenausbildung zur Beeinflussung der Eigenschaften die größte Bedeutung zukommt.
Die Auswahl an perlitisierenden Legierungselementen ist hier allerdings geringer als bei Gusseisen mit Lamellengraphit, da man sowohl karbidstabilisierende als auch die Kugelgraphitbildung störende Elemente vermeiden muss. Probleme machen hierbei nicht so sehr die überwiegend perlitischen Sorten, sondern die parallele Herstellung von perlitischen und ferritischen Gussstücken wobei letztere meistens den größeren Anteil der Produktion ausmachen. In der Regel bemüht man sich, den Spurenelementpegel in den Schmelzen so niedrig wie möglich zu halten, was in vielen Fällen soweit geht, dass man den Spurenelementgehalt durch hochreine Sonderroheisen verdünnt.

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