Legiertes Gusseisen – Teil 22

F3 Gefügeänderungen unterhalb von 500 °C

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GP 05/2016
Forschung
Eisengusswerkstoffe

Im Temperaturbereich unterhalb der eutektoiden Umwandlung kann es zu einer Reihe von Gefügeänderungen in Form von Aushärtung und Versprödung, Zementitzerfall und vor allem Bildung von Vergütungsgefügen aus unterkühltem Austenit kommen. Die Umwandlung des unterkühltem Austenits ist die Grundlage des Härtens und Vergütens und vor allem der Herstellung von ausferritischen Gusseisen. Nickel
Nickel steigert die Härtbarkeit und wirkt nach Bild F3 34 schwächer als Mangan aber stärker als Kupfer. Das Prozessfenster wird wie durch die anderen härtbarkeitssteigernden Elemente nach rechts verschoben und erheblich ausgeweitet. Nickel senkt die Martensittemperatur, was für einige Sonderverfahren beim Austempern von Interesse ist. Bild F3 57 zeigt den Einfluss des Nickelgehaltes auf die Zugfestigkeitseigenschaften. Die Festigkeit wird durch Nickel vermindert, was mit dem steigenden Gehalt an stabilisiertem Austenit im Ausferrit zusammenhängen dürfte. Die Dehnung nimmt bei einer Umwandlungstemperatur von 350 °C mit steigendem Nickelgehalt zu, während sie bei 400 °C aus unbekannter Ursache zurückgeht. Es könnte sein, dass bei Nickelgehalten über 1 % eine Umwandlungstemperatur von 350 – 380 °C für die Dehnung günstiger ist als eine höhere [27, 75, 76]. Nickel wird kaum als einziges Legierungselement verwendet sondern in Kombination mit Kupfer, mit Molybdän oder mit Kupfer und Molybdän. … 6 Seiten

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