Leichtbau beim Elektrofahrzeug

Kunden fordern nachhaltige Konzepte

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BMW-Leichtbauchef Florian Schek eröffnete am 9. März 2017 den „Automobil Industrie Leichtbau-Gipfel“ im Würzburger Vogel Convention Center. Im Fokus seiner Keynote stand der Nutzen des Leichtbaus bei Elektro- und Hybridfahrzeugen, auch im Hinblick auf gesamt-gesellschaftliche Entwicklungen. So werde die wachsende Urbanisierung dazu führen, dass die Weltbevölkerung sich immer stärker auf städtische Ballungszentren konzentriert. „Die Städte sind hier sehr aktiv, um den Verkehr zu handhaben. Es ist jedoch klar, dass die verbleibende individuelle Mobilität nicht mit dem Abgasproblem des klassischen Verbrenners einhergehen kann“, so Schek. Zudem ging der Leichtbauchef auf den Bewusstseinswandel der Kunden ein, die zunehmend nachhaltige Konzepte fordern: „Käufer klassischer Verbrennungsmotoren sind immer mehr dazu bereit, auf elektrifizierte Fahrzeuge umzusteigen.“ Es sei klar, dass die Elektromobilität komme – die Frage sei nur, wann und mit welcher Antriebsart: „Es gibt nicht nur rein elektrisch, es kann auch gute Kombinationen geben – mindestens so lange, bis wir beim Thema Energiespeicher weiter sind“, erläuterte Schek. Aktuell versuchen die Automobilhersteller, die Elektromobilität in bestehende Architekturen zu integrieren. Dabei übersteige man aber schnell die Auslegungsgrenzen der Modelle – was Konsequenzen für die Bauteile, die Kosten und die Bauteileigenschaften habe. Deshalb gilt es, Leichtbau zu finden, um zum Beispiel einen Plug-in-Hybriden, der zwei Triebstränge kombiniert, unter der Auslegungsgrenze zu halten, die generell für die Architektur vorgesehen ist. www.vogel.de