Mechanische Bearbeitung mit geringen Toleranzen

Otto Junker fertigt Kernbaugruppe von MRT

News
Die Simmerather Edelstahlgießerei Otto Junker ist Spezialist für die mechanische Bearbeitung besonders anspruchsvoller Baugruppen. Nicht zuletzt darum erhielt das Unternehmen einen Auftrag über die Bearbeitung einer Kernbaugruppe der neuen Generation von Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT). Die Kernbaugruppe ist der so genannte Dynamic Ring, der im MRT rotiert und aus drei Segmenten besteht, die jeweils ein Gewicht von 800 kg haben. Diese Segmente werden aus einer Aluminium-Gusslegierung (AlSi10Mg) hergestellt und als Rohteile zur Bearbeitung an Otto Junker geliefert. Jedes der drei Segmente wird zunächst in vier Aufspannungen auf einem Bearbeitungszentrum gefräst. Die Herausforderung dabei ist die Kombination von geringen Toleranzen mit extrem langen Werkzeugen. Die hohe Genauigkeit erfordert, dass nach jedem Bearbeitungsschritt eine Maßkontrolle erfolgt und die Daten dem Kunden zur Verfügung gestellt werden. Sind alle Maße innerhalb der vorgegebenen Toleranz, werden die Segmente auf einer Karusselldrehmaschine zu einem Ring zusammengesetzt und verschraubt. Daran schließt sich die Drehbearbeitung einiger Außenkonturen sowie des Lagersitzes an. Die Maßkontrolle des fertig bearbeiteten Ringes wird mittels eines Laser-Trackers direkt auf der Karusselldrehmaschine vorgenommen, um die Einhaltung der geringen Toleranzen zu kontrollieren. Ist dies der Fall, wird der Ring wieder zerlegt, gereinigt und kann an den Kunden ausgeliefert werden. Bislang wurden insgesamt elf Ringe fertig gestellt und ausgeliefert. www.otto-junker.de