Modernisierte Gussteilproduktion

Mittelständische Olsberg GmbH installierte neue HWS-Formanlage

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Rund elf Millionen Euro hat die mittelständische Olsberg GmbH in neue, moderne Anlagen für die Herstellung von Gussformen auf dem neuesten Stand der Technik investiert. Herzstück der Investition ist eine leistungsfähige HWS-Formanlage, die nach eigenen Angaben im Vergleich zur bisherigen Ausrüstung wesentlich höhere Ansprüche an die Komplexität und Qualität der damit hergestellten Gussteile erfüllen kann. Als Partner für dieses Modernisierungsprojekt, das insgesamt zwei Jahre dauerte und tiefe Eingriffe in die Struktur und die Abläufe des Unternehmens mit sich brachte, wählte man die Firma Heinrich Wagner Sinto Maschinenfabrik (HWS) aus Bad Laasphe. Bei der Entscheidung für die neue HWS-Formanlage ging es nicht um eine Ausweitung der Produktionskapazität, sondern vor allem um die Optimierung der Fähigkeit, technologisch anspruchsvolle Produkte mit hoher Qualität und Flexibilität bezüglich Abmessungen, Gewicht und Serienlosgrößen zu fertigen.„Die alte Formanlage 1 bot uns beispielsweise zu wenig Platz für das Einlegen der Kerne in die Gießformen zur Herstellung komplexer Bauteile“, erläuterte Dr. Volker Schulte, Technischer Leiter bei Olsberg. Außerdem reichten die Abkühlzeiten insbesondere für größere bzw. dickwandigere Komponenten nicht aus. Kernstück der von der Heinrich Wagner Sinto Maschinenfabrik gelieferten Komplettlösung ist eine Anlage zur Formverdichtung, die nach dem Seiatsu.plus-Luftstrom-Pressformverfahren arbeitet. Dieses gewährleistet eine gleichmäßige Verdichtung des Formstoffs auch in kritischen Bereichen mit starken Versprüngen oder engen Verrippungen. Neu sind ebenso der automatische Modellwechsel, was die Flexibilität bei schnellen Produktwechseln bzw. kurzen Serien erhöht, sowie eine Erhöhung der Zahl der Kerneinlegeplätze. Ein weiterer wichtiger Vorteil im Vergleich zur alten Anlage ist das erheblich erweiterte Kühlgerüst. Die dadurch verlängerte Abkühlzeit kommt der Gussteilqualität zugute, beispielsweise durch gleichmäßigeres und niedrigeres Eigenspannungsniveau. Mehr Flexibilität bietet auch die Verfügbarkeit von 19 Plätzen für manuelles Gießen und 15 Plätzen für den Einsatz einer automatischen Gießmaschine. Die Besonderheit der neuen Formanlage, das „intelligente“ Formverfahren SEIATSU.plus, ist eine Weiterentwicklung des seit langem bewährten SEIATSU-Verfahrens. Dieses System wurde weltweit inzwischen mehr als zwölf Mal erfolgreich installiert. Ein spezielles Rahmenelement sorgt für eine Verbesserung der Formhärte. www.wagner-sinto.de