Neue Materialien für den 3D-Druck

Lichthärtende Harze von Henkel für den Einsatz beim SLA/DLP-Druck

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Der 3D-Druck ist eine schnell wachsende Technologie, die von Designern in fast allen Industriebereichen intensiv genutzt wird, um neue Konstruktionen zu ermöglichen und die Produkteinführungszeit zu verkürzen. 3D-gedruckte Teile werden hauptsächlich für den Bau von Prototypen eingesetzt, um Form und Funktionalität eines Entwurfs zu überprüfen. In einigen Fällen sind die 3D-gedruckten Strukturen selbst Teil des fertigen Produktes – dieser Vorgang wird häufig als Additive Fertigung bezeichnet. Henkel Adhesive Technologies hat es sich zum Ziel gesetzt, seine technische Kompetenz in der Entwicklung von Werkstoffen ebenso wie sein umfassendes Anwendungs-Know-how zu nutzen, um neue Materialien mit einzigartigen Eigenschaften hervorzubringen. Der Fokus liegt dabei auf dem Bau von Funktionsprototypen und den Bereichen der Additiven Fertigung, in denen diese Techniken heute noch nicht realisierbar sind. Henkel ist einer der weltweit führenden Anbieter von Hochleistungsklebstoffen. Lichthärtende Acrylate, Silikone, Epoxidharz- und Polyurethan-Produkte kommen bei kritischen Anwendungen zum Einsatz, beispielsweise in der Medizintechnik und Elektronik sowie bei der Montage von Transportfahrzeugen. Das Unternehmen plant, diese umfassende technologische Kompetenz zu nutzen, um neuartige lichthärtende Harze für den Einsatz beim SLA/DLP-Druck anzubieten. Die ersten dieser neuen Materialien kommen 2017 auf den Markt. Henkel ist zudem einer der weltweit führenden Anbieter von Schmelzklebstoffen, die für Anwendungen in der Filterherstellung und in der Medizintechnik sowie für den Schutz von elektronischen Baugruppen eingesetzt werden. Diese Produkte kommen bereits für den 3D-Druck von funktionalen Anwendungen zum Einsatz, z. B. für Möbel und Fassadenelemente von Gebäuden. Das Unternehmen arbeitet in diesem Bereich auch an neuartigen Filament- und Pulvermaterialien für die Verarbeitung in SLS- und FDM-Druckverfahren. Neben der Entwicklung und Formulierung von geeigneten Produkten arbeitet Henkel im Bereich des 3D-Drucks mit dem Unternehmen DUS Architects zusammen. Das niederländische Design- und Architektur-Start-Up hat 2014 das Kanalhaus-Projekt in Amsterdam initiiert. Mit Hilfe eines riesigen 3D-Druckers (Bauraum 2 m x 2 m x 3,50 m) wird bis 2017 eine Häuserfront samt Innenwänden aus 42 Einzelteilen gedruckt und errichtet. Auch die Fassade eines mobilen Konferenzgebäudes in Amsterdam wurde Anfang dieses Jahres von DUS entworfen. Die einzelnen Elemente wurden mit Schmelzklebstoffen von Henkel auf Basis nachwachsender Rohstoffe gefertigt und anschließend mit Beton ausgespritzt. Das Biokunststoff-Material verleiht den einzelnen Bauelementen hohe Festigkeit und Stabilität und kann problemlos recycelt werden. www.henkel.de