Neue Produktionsformen

Veranstaltung zur Zukunft der Umformtechnik

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Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Leitthema “Effizienz in der Umformtechnik durch ganzheitliche Prozesskettenbetrachtung”. Gemeinsam mit internationalen Forschern, Entwicklern und Anwendern stellten Wissenschaftler des Fraunhofer IWU aktuelle Forschungsergebnisse, Best-Practice-Beispiele sowie zentrale Zukunftstrends und Innovationsstrategien für die Automobil- und Maschinenbaubranche vor. Getrieben durch die zunehmende Individualisierung der Produkte und die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung steht die Herausforderung, effiziente, flexible und dynamisch anpassbare Prozessketten zu schaffen. Dies erfordert, einzelne Technologien und Prozessschritte nicht losgelöst zu untersuchen, sondern die Wertschöpfungskette in ihrer Gesamtheit zu betrachten. Unter dieser Zielstellung wurde in den Fachvorträgen Themen wie Leichtbaustrategien, neue und innovative Werkstoffkonzepte sowie technologische Anforderungen an die wichtigsten Herstellungsverfahren Umformen und Fügen über die gesamte Prozesskette diskutiert. Mit der intelligenten Kombination innovativer neuer Technologien zu ultrakurzen Prozessketten können Komponenten zunehmend effizienter und flexibler produziert werden. Eine elementare Voraussetzung dafür ist die gezielte Nutzung und Verarbeitung produktionsrelevanter Informationen und Daten - wie unter dem Begriff Industrie 4.0 zusammengefasst. Die Vortragenden zeigten anhand von Best-Practice-Beispielen und aktuellen Forschungsprojekten auf, wie weit die Digitalisierung der Produktion bislang vorangeschritten ist und welche Potenziale durch neue Technologien und Konzepte noch erschlossen werden können. Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, und Prof. Dirk Landgrebe, Geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IWU, stellten Industrie 4.0 und die vernetzte, flexible Prozesskette in den Fokus ihrer Plenarvorträge. Jörg Spindler von Audi, Oliver Maurer von Hirschvogel Umformtechnik sowie Prof. Taylan Altan (Ohio State University) zeigten aktuelle Entwicklungs- beziehungsweise Werkstofftrends aus Sicht der Automobilproduktion, der Zuliefererindustrie sowie der Forschung auf. In den Folgevorträgen traten Experten aus verschiedenen Branchen zu den Schwerpunktthemen Blech- und Massivumformung, Industrie 4.0, Werkzeuge und Werkzeugmaschinen, Fügen sowie Halbzeuge, über die gesamte Wertschöpfungskette in einen fachlichen Dialog. Ergänzt wurde das Programm durch eine Industrieausstellung sowie das “Forming Live” mit Vorführungen in den Versuchsfeldern des Fraunhofer IWU. Die Teilnehmer konnten unter anderem eine neue flexible Presshärtelinie in Aktion sehen, die mit einer intelligenten Prozessüberwachung und -führung arbeitet und über eine eigens entwickelte Kontakterwärmungsanlage zur schnellen und gradierten Erwärmung von Platinen verfügt. Darüber hinaus wurden Technologien und Modellprozessketten zur Blech- und Massivumformung sowie innovative Maschinenkonzepte vorgestellt. www.iwu.fraunhofer.de