Ostdeutscher Maschinenbau optimistisch

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Die Auftragslage im ostdeutschen Maschinenbau stabilisiert sich. Die Betriebe konnten einen weiteren Abwärtstrend abwenden und bewerten die künftigen Geschäftschancen wieder optimistischer.

Zum Jahresende 2019 hat sich die Konjunktur im ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbau stabilisiert. Das ergab eine Umfrage des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau unter seinen 350 Mitgliedern in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Im Herbst 2019 hatte die Branche die nachlassende Kundennachfrage noch deutliche gespürt, ein weiterer Abwärtstrend konnte aber im vierten Quartal des Jahres verhindert werden. Ihre kurzfristigen Geschäftschancen bewerteten die Unternehmen zudem optimistisch: Fast zwei Drittel der ostdeutschen Maschinenbaubetrieben hatten ihre aktuelle Gesamtsituation als positiv bewertet. Im Vorquartal war diese Einschätzung schon ähnlich ausgefallen.

„Wir haben weiterhin eine Auftragsflaute, von einer pauschalen Branchenkrise kann aber keine Rede sein. Vielmehr hat sich die Konjunktur trotz des schwierigen Marktumfeldes nicht weiter eingetrübt“, sagt Oliver Köhn, Geschäftsführer des VDMA Ost.

Ende 2019 hatten aber auch knapp die Hälfte der Befragten weniger Aufträge als drei Monate zuvor erhalten. „Wir müssen hierbei unbedingt berücksichtigen, dass ein mehrjähriges Wachstum mit einer überdurchschnittlichen Auftragslage hinter uns liegt. Allein diese Normalisierung führt zu weniger Aufträgen", sagt Köhn. Ihre Produktionskapazitäten konnten die Unternehmen allerdings im Vergleich zum Vorquartal wieder leicht verbessern: Es gab einen Zuwachs von einem Prozent auf 86 Prozent. Das Auftragspolster reiche bis Mitte Mai 2020.

Knapp ein Fünftel der befragten Betriebe erwarten bis März 2020 bessere Aussichten, das sind 6 Prozent mehr als zuvor. Mehr als die Hälfte erwartet eine gleichbleibende Auftragslage.
„Die politischen Entwicklungen können wir nicht beeinflussen. Auch kann sich kaum ein Unternehmen dem schwierigen Umfeld komplett entziehen. Daher stimmt es optimistisch, dass die ostdeutschen Maschinenbauer ihre Investitionszurückhaltung aufgegeben haben. Gerade mit Blick auf alternative Antriebsstränge und Klimaschutz ist es jetzt wichtig, in neue Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen zu investieren“, betont Landesverbandsgeschäftsführer Köhn.