PT Krakatau Steel modernisiert Stahlwerk

Indonesischer Konzern nimmt 2019 neue Warmbandstraße in Betrieb

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Der indonesische Staatsbetrieb PT Krakatau Steel hat der SMS group (Düsseldorf) einen Turnkey-Auftrag zur Lieferung einer Hochleistungs-Warmbreitbandstraße erteilt. Der Auftrag umfasst nach eigenen Angaben das gesamte Prozess-Equipment vom Brammen- bis zum Coillager, die Elektrik und Automation, die Nebenanlagen wie die Wasserwirtschaft, Walzenwerkstatt und Kranlagen sowie den Bau der zugehörigen Infrastruktur und Hallen. Planung und Ausführung des Hoch- und Tiefbaus übernimmt der indonesische Konsortialpartner PT Krakatau Engineering. Die Inbetriebnahme der Warmbandstraße in Cilegon auf der indonesischen Insel Java ist für Anfang 2019 geplant. Dort betreibt PT Krakatau Steel (PTKS) ein integriertes Hüttenwerk, für das die SMS group in den 1980er Jahren unter anderem eine Warmbandstraße geliefert hat. Die neue Warmbandstraße ist für Bänder mit einer maximalen Breite von 1.650 Millimetern ausgelegt und wird in der ersten Ausbaustufe über eine Kapazität von 1,5 Millionen Tonnen pro Jahr verfügen. Hauptkomponenten sind ein Wiedererwärmungsofen, ein Quarto-Reversier-Vorgerüst mit Staucher, die sechsgerüstige Fertigstraße, eine laminare Bandkühlung, ein Universalhaspel und das Bundtransportsystem. Die Jahresproduktion kann später auf vier Millionen Jahrestonnen erhöht werden. Die Warmbreitbandstraße ist mit zahlreichen Technologiepaketen und Ecoplants-Komponenten zur Herstellung von hochwertigem Warmband ausgestattet. Der Hubbalkenofen erreicht nach Angaben der SMS group durch den Einsatz emissionsarmer Brenner niedrige Schadstoffwerte, die über ein Online-System überwacht werden. Das Quarto-Reversier-Vorgerüst vermeidet durch das „säbelfreie Walzen“ Bandsäbel in Folge von Temperatur- oder Dickenkeilen. Neu entwickelte Wärmedämmhauben zwischen dem Vorgerüst und der Schopfschere reduzieren die Temperaturverluste im Vorband. www.sms-group.com