Trumpf führt Jahresarbeitszeit ein

Flexibler auf Kapazitätsauslastung reagieren

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Der Werkzeugmaschinenhersteller und Laserspezialist Trumpf führt die Jahresarbeitszeit ein. Das sieht das neue so genannte „agile Zeitsystem“ des Unternehmens vor. Dabei öffnet das Unternehmen das Gleitzeitkonto seiner Mitarbeiter innerhalb eines Jahres auf einen Korridor zwischen +200 Stunden und -100 Stunden. Die Mitarbeiter arbeiten dann viel, wenn die Auftragslage gut ist und bauen die Zeit wieder ab, wenn es weniger zu tun gibt. Am Ende des Jahres muss das Konto wieder ausgeglichen sein. Das Besondere daran: Führungskräfte und Mitarbeiter können eigenständig darüber entscheiden, ob im agilen Zeitsystem gearbeitet werden soll oder nicht – ohne Abstimmung mit Geschäftsführung oder Betriebsrat. So kann das Unternehmen unbürokratisch und schnell auf kurzfristige Auftragsschwankungen reagieren. Die Mitarbeiter profitieren im Gegenzug von längeren Auszeiten zusätzlich zum Urlaub. Das agile Zeitsystem ist Bestandteil des zum 1. Juli 2016 zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat verhandelten betriebsinternen Bündnisses für Arbeit 2021. Trumpf schließt mit seinen Mitarbeitern solche Bündnisse bereits seit 1997 ab. Jedes Mal kommen nach eigenen Angaben zusätzliche Regelungen zum Vorteil der Mitarbeiter und des Unternehmens hinzu. Im letzten Bündnis für Arbeit, das von 2011 bis 2016 gültig war, war es zum Beispiel die Möglichkeit für die Mitarbeiter, alle zwei Jahre selbst über die Wochenarbeitszeit zu bestimmen. Beim Bündnis für Arbeit 2021 stehen neben dem agilen Zeitsystem mobiles Arbeiten, eine Qualifizierungsinitiative und Regelungen zum altersgerechten Arbeiten im Fokus. Außerdem spricht das Unternehmen eine hundertprozentige Beschäftigungssicherung aus. www.trumpf.com