Umrüstung auf Energiesparspulen

Constellium Extrusions Děčín setzt auf höhere Energieeffizienz

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Hohe Energiewirkungsgrade kennzeichnen die modernen Mittelfrequenzschmelzanlagen: Beim Schmelzen von Aluminium werden ca. 65 % der zugeführten Energie in Nutzwärme umgesetzt. Zwar ein guter Wert, aber er bietet auch Spielraum für weitere Einsparungen. Der Hauptteil der Energieverluste wird dabei durch die Induktionsspule verursacht, sie liegen bezogen auf Aluminium bei 20 bis 25 %. Wie bereits 2009 berichtet wurde, ist es mit einer speziellen Spulenkonstruktion gelungen, die effektive stromführende Fläche zu vergrößern und damit die Verluste zu reduzieren. Bei Nichteisenmetallen ist damit eine Energieeinsparung von 7 % für Aluminium und 9 % für Kupfer möglich. Inzwischen sind über 70 Energiesparspulen im Bereich aller gängigen metallischen Gusswerkstoffe erfolgreich im Einsatz. Wichtig ist dabei die Feststellung, dass diese neue Spule grundsätzlich auch in vorhandene Tiegelöfen eingebaut werden kann und sich damit für Modernisierungsmaßnahmen anbietet, wie es im vorliegenden Projekt der Fall ist. Im Werk von Constellium Extrusions in Děčín befinden sich insgesamt drei Mittelfrequenztiegelöfen von Otto Junker, die nacheinander im Zeitraum der letzten 20 Jahre geliefert wurden, im Einsatz. Die Leistungseinspeisung der unterschiedlich großen Öfen beträgt 2.600 kW bzw. 4.000 kW. Das Einsatzmaterial ist sehr vielfältig und umfasst neben Massel, Späne auch Stücke und Reste aus der Halbzeugfertigung (Bolzen, Rohre, Profile und Stangen). Auf Basis eines öffentlichen Auftrages wird Otto Junker nun die Umrüstung auf die neue Energiesparspule in Verbindung mit dem Einbau des Tiegelüberwachungssystems OCP durchführen. Ziel der Umrüstung ist es, eine Energieeinsparung von 7 %, ausgehend von einem Verbrauch von 530 bzw. 520 kWh/t, zu erreichen. www.otto-junker.de