Von der Bronzezeit über das Eisenwerk zur Mecklenburger Metallguss GmbH

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GP 06/2015
Obwohl die Metallverarbeitung in Mecklenburg und insbesondere in der eher landwirtschaftlich geprägten Region Waren (Müritz) in den vergangenen Jahrhunderten keine größere Rolle gespielt hat, gibt es doch seit Beginn des 19. Jahrhunderts einige Entwicklungen, die für die Stadt, für ihre Gäste und nicht zuletzt auch für die Gießereibranche von Interesse und Bedeutung sind.
Dafür ist die Mecklenburger Metallguss GmbH, kurz MMG, ein Unternehmen der DIHAG Group, und ihre Entwicklung beispielgebend.
Im Folgenden sollen deshalb der Werdegang dieses Unternehmens näher beleuchtet und dem geneigten Leser in einzelnen historischen Abschnitten interessante Fakten über einen der außergewöhnlichsten Gießereibetriebe Deutschlands genannt werden.
Die Entwicklung von den Anfängen bis 1945
Die Bronzezeit vor 4000 Jahren hinterlässt auch in Mecklenburg ihre Spuren
Erste „metallurgische Aktivitäten“ sind in der Müritz-Region bereits in der Bronzezeit, d. h. vor ca. 4.000 Jahren festzustellen. Dies belegen Funde von Resten bronzezeitlicher Schmelzöfen, Gussformen und Bronzewerkzeugen in der Umgebung von Waren.

Eine „neue Bronzezeit“ beginnt im 19. Jahrhundert
Bis etwa 1850 war Waren vorwiegend eine „Ackerbürgerstadt“ und unterschied sich damit wenig von anderen Mecklenburgischen Kleinstädten.
Durch die geographisch günstige Lage an den Seen und den schiffbar gemachten Wasserstraßen setzte hier jedoch ab Mitte des 19. Jahrhunderts eine umfangreiche Gewerbeentwicklung ein.
Dies galt auch für die Metallverarbeitung und das Gießereiwesen.
Als besonderes Unternehmen für Waren und das gesamte Mecklenburg ist in dieser Zeit die Glockengießerei von Carl Illies als „Grossherzoglich-Mecklenburgisch-Schweriner Hofglockengießer“ zu nennen.
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