Wachsende Belastung für Mittelstand

Gaspreise steigen im bundesweiten Durchschnitt um 10,8 Prozent

News
Für mittelständische Unternehmen wird die Gasversorgung im bundesweiten Durchschnitt um 10,8 Prozent teurer, das ergab der im Vergleich zum Oktober 2016 aktuell durchgeführte Gaspreisvergleich des Bundesverbands der Energie-Abnehmer (VEA). „Der erneute Anstieg der Erdgaspreise stellt insbesondere für energieintensive mittelständische Unternehmen eine massive Kostenbelastung dar“, bekräftigt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. Die Preissteigerung ist vor allem auf die im ersten Quartal 2017 deutlich gestiegenen Großhandelsnotierungen zurückzuführen. Aber auch die veränderten Bilanzierungsumlagen in den Marktgebieten NetConnect Germany und Gaspool lassen die Preise steigen. Der durchschnittliche Gaspreis liegt im gesamtdeutschen Vergleich aktuell bei etwa 2,58 Ct/kWh und ist damit 10,8 Prozent teurer als noch vor sechs Monaten. Die größte Preissteigerung ist mit 14,5 Prozent bei der Hamburg Netz zu beobachten. Den geringsten Anstieg der Preise verzeichnet mit 5,8 Prozent die Netrion im Teilnetz Mannheim. Dem Vergleich des VEA zufolge ist der preisgünstigste Anbieter wesernetz in Bremen mit 2,32 Ct/kWh, gefolgt von e-netz Südhessen und dem Dortmunder Netz. Zum teuersten Anbieter Netrion (2,82 Ct/kWh) ergibt sich somit eine Preisspanne von 21,9 Prozent. Weiterhin zählen SWE Netz mit Sitz in Erfurt und das energis-Netz mit Sitz in Saarbrücken zu den teuersten Versorgungsgebieten. Mit Hilfe eines ausführlichen Preisvergleichs untersucht der VEA zweimal jährlich die Entwicklung des Gasmarktes. Um einen umfassenden Überblick zu bieten, werden Daten aus deutschlandweit 50 verschiedenen Netzgebieten erhoben. www.vea.de